Schlagwort: Hermannteig

Der Hermannteig ist ein Sauerteig aus Weizenmehl, der üblicherweise in einen 10-Tages-Rythmus geführt wird. Üblicherweise bekommt man ihn als eine art Kettenbrief, mit Bedienungsanleitung. Aber wenn man den Teig gerne mal ausprobieren möchte und nicht das Glück hat ihn per Kettenbrief zu bekomen, dann kann mna ihn auch ganz einfach selbst ansetzen.
Auf den folgenden Seiten findest Du eine Anleitung, wie man den Hermann-Teig selber ansetzen kann und wie er dann geführt wird. Außerdem auch bereits einige Rezepte, was man dann schönes mit dem Teig backen kann.

  • Hermann ist zurück

    Hermann ist zurück

    Nach langer Zeit ohne, haben wir jetzt endlich mal wieder einen Hermann im Kühlschrank und ich hab neue Experimente gestartet 😀 (Eine Hermann Anleitung gibt’s hier)
    Diesmal sollte es ein Brot werden. Und zwar ohne zusätzliche Hefe oder Backpulver, versteht sich. Wofür sollte man denn sonst die ganze Zeit den Sauerteig führen???
    Das Ergebnis des Experiments siehst Du oben im Bild. Und es ist auch verdammt lecker… nur etwas …klein.
    Trotzdem, der vollständigkeit halber, das Rezept:

    • 200g Hermann
    • 150g Mehl (405)
    • 100g dunkles Roggenmehl
    • 150ml lauwarmes Wasser
    • 1 TL Salz
    • 1/2 Glas getrocknete Tomaten
    • 1 Hand Kräuter der Provence

    Die Tomaten in kleine Stückchen schneiden. Den Hermannteig mit dem Mehl, dem Salz, den Kräutern und dem Wasser zu einem gleichmäßigem Teig verrühren. Zuletzt die Tomatenstückchen und, falls vorhanden, einen Teelöff el von dem Kräuteröl der Tomaten unterrühren.

    Im angeheizten Backofen bei maximal 50°C etwa eine halbe Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit eine Kastenform mit Backpapier auslegen.

    Den Teig durchrühren und in die Kastenform geben.  Wieder im angeheizten Backofen bei maximal 50°C mindestens zwei Stunden gehen lassen, bis der Teig den Rand der Kastenform erreicht hat. Jetzt den Teig in den Backofen auf die untere Schiene schieben. Den Backofen auf 180°C einstellen und 60 Minuten backen.

  • Sonntagsstuten

    Sonntagsstuten

    Und noch ein geglücktes Experiment: Sonntagsstuten aus Hermannteig. Es hat mich ja schon etwas gewurmt, dass man bei den ganzen Hermannrezepten die man so im Web finden kann immer erst über Tage den Sauerteig anfüttert und wenn man dann backen will doch wieder Hefe oder Backpulver dazu tut!???

    Ich hab jetzt mein Rezept für nen total leckeren Hermann-Sonntagsstuten und da kommt auch kurz vorm backen keine Hefe oder Backpulver mehr dazu 😀
    Nur was die besten Backzeiten und -temperaturen sind, da werd ich noch was testen.

    So sieht er aus, der Stuten:

    und das sind die benötigten Zutaten:
    300gr. süßen Hermann-Teig
    375gr. Weizenmehl (type 405)
    75gr. sehr weiche Butter
    3 Eier
    60gr. Zucker
    1TL Salz
    200gr. Rumrosinen

    Eine ausführliche Anleitung wie man einen Hermannteig ansetzt und führt gibt es hier.

    Die Rumrosinen lassen sich auch gut selber machen, einfach die Rosinen für eine Nacht in Rum ziehen lassen.

    Für den Stuten alle Zutaten gründlich verrühren und eine halbe Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Dann den Teig erneut durchrühren und in die Kastenform geben und den Teig an einem warmen Ort für mindestens zwei Stunden gehen lassen.

    Dann alles in den noch kalten Backofen auf die untere Schiene schieben, diesen dann auf 200°C (180°C) Ober-unter Hitze einstellen und den Stuten 55 (60) Minuten backen. Währenddessen hin und wieder mit gezuckerter Milch bepinseln.