Kategorie: Brot & Brötchen

  • Übernacht-Laugenbrötchen mit Sauerteig ganz einfach selber machen – perfekt für die Brotdose

    Übernacht-Laugenbrötchen mit Sauerteig ganz einfach selber machen – perfekt für die Brotdose

    Meine Kinder lieben Laugengebäck. Ob Brezeln, Stangen oder kleine Brötchen – sobald irgendwo diese typische, goldbraune Kruste mit den dicken Salzkrümeln darauf auftaucht, sind sie begeistert. Und da ich ja gerade eh schon voll im Sauerteig Modus bin, warum eigentlich nicht mal selbst machen, ganz frisch für die Brotdose?

    Laugenbrötchen mit Roggensauerteig – weich, aromatisch und perfekt zum Mitnehmen

    Das Rezept ist denkbar einfach und braucht nicht viel – keine spezielle Lauge, keine Profi-Ausrüstung. Ein bisschen Roggensauerteig (auch Verschnitt geht!), ein gutes Weizenmehl, lauwarmes Wasser und etwas Butter oder Öl. Für etwas mehr Trieb und Fluff kann man optional eine Prise Trockenhefe dazunehmen, muss man aber nicht. Die Lauge mache ich mit Natron – das funktioniert auch zuhause in der kleinen Küche super.

    Und die Brötchen sind perfekt für die Brotdose Morgen. Am Vorabend wird der Teig vorbereitet und über Nacht im Kühlschrank geparkt. Dann können die Brötchen am frühen Morgen ganz frisch gebacken werden.

    Was ist eigentlich das Besondere an Laugengebäck?

    Laugengebäck hat eine lange Tradition, vor allem im süddeutschen Raum. Ursprünglich stammt die Idee aus Bayern und Schwaben – mittlerweile ist es aber deutschlandweit und sogar international beliebt. Die typische braune Kruste entsteht durch eine Laugenreaktion (meist mit Natronlauge oder – wie in der heimischen Küche – mit Speisesoda), die beim Backen eine schöne Farbe und diesen einzigartigen Geschmack erzeugt.

    Fun Fact: Laugengebäck ist ein Zufallsprodukt!

    Legenden gibt es dazu verschiedene, aber alle Berichten von einem Zufall.
    Eine schwäbische Legende, die angeblich auf das Jahr 1477 zurückgeht, erzählt, dass damals ein Bäckermeister die Brezel zufällig erfunden haben soll, weil eine Katze auf das Backblech gesprungen ist, so dass alle Teiglinge in einen Eimer mit heißer Lauge fielen, die eigentlich zum Reinigen von Blechen gedacht war. Statt sie wegzuwerfen, backte er die Brötchen trotzdem – und siehe da: Sie kamen goldbraun, duftend und mit einer völlig neuen Kruste aus dem Ofen.

    Eine andere Legende berichtet, dass bei der Erfindung des Laugengebäcks ein einfacher Fehlgriff die Ursache war. So sollte das Gebäck eigentlich, wie üblicherweise, mit Zuckerwasser glasiert werden. Nur an diesem Tag griff der Bäckermeister versehentlich nach der Natronlauge, die eigentlich zur Reinigung der Bleche bereitgestellt war. Aber auch in dieser Legende ist das Ergebnis überall großartig angekommen.

    Ideen für die Brotdose: Laugenbrötchen lecker belegt

    Die Mini-Laugenbrötchen schmecken pur schon richtig gut – aber als Pausenbrot werden sie mit dem richtigen Aufschnitt zum Star der Lunchbox. Hier ein paar unserer liebsten Kombinationen:

    • Klassisch: Butter + Emmentaler + Radieschenscheiben
    • Herzhaft: Frischkäse + Schinken oder Salami
    • Vegetarisch: Hummus + Avocado + Sprossen
    • Süß: Nussmus + Banane oder einfach mit Honig

    Durch die leicht salzige Kruste schmecken selbst einfache Füllungen besonders gut.

    augen und backen. So hast du ganz unkompliziert frische Laugenbrötchen zum Frühstück oder für die Brotdose!

    Fazit: Laugenbrötchen lassen sich ganz einfach selber machen – auch mit Sauerteig!

    Egal ob du deinen Sauerteigansatz sinnvoll verwerten willst oder einfach Lust auf frisches Gebäck hast: Diese Mini-Laugenbrötchen sind so einfach zu machen und total lecker – außen würzig-knusprig, innen fluffig weich und mild. Und das mit dem laugen ist ja wirklich so unerwartet einfach. Hast Du es schonmal ausprobiert? Hast Du ein Lieblingsrezept? Schreib’s mir in die Kommentare!

    Laugenbrötchen

    Laugenbrötchen aus Sauerteig-Rest, die sich ganz einfach über Nacht ansetzen lassen und morgens frisch gebacken in die Brotdose wandern können

    Für den Teig:

    • 30-40  g Roggensauerteig (aktiv oder Verschnitt)
    • 120  g Weizenmehl Type 550
    • 80  ml lauwarmes Wasser
    • 10  g Öl
    • ½ TL Salz
    • Optional: 1 g Trockenhefe (für fluffigere Brötchen)

    Zum Laugen:

    • 500  ml Wasser
    • 1 TL Natron (Backnatron / Kaisernatron)
    • Grobes Salz zum Bestreuen

    Am Vorabend

    1. Teig ansetzen: Alle Zutaten, bis auf das Salz, zu einem weichen, glatten Teig verkneten (ca. 5–8 Min.). Danach das Salz einkneten bis es nicht mehr zu spüren ist.
    2. Teigruhe: Abgedeckt 2-3 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Gerne hier zu Beginn dreimal im Abstand von 30 Minuten den Teig dehnen und falten.
    3. Kaltgare: Den Teig über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

    Am Morgen:

    1. Formen: Teig in 2-4 Portionen teilen, rund wirken und zu Kugeln formen.
    2. Laugenbad: Wasser aufkochen, das Natron hineingeben (Achtung, das sprudelt sehr) und dann vom Herd nehmen. Brötchen einzeln ca. 30 Sekunden von beiden Seiten eintauchen, abtropfen lassen.
    3. Backen: Auf ein Backpapier legen, mit grobem Salz bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 230 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 10 Minuten mit viel Dampf backen, dann den Dampf ablassen, die Temperatur auf 200°C reduzieren und für weitere 10-12 Minuten backen. Mit Alufolie abdecken, wenn sie schön goldbraun sind.

    Tipp: für die Übernacht-Variante: Wenn Du Erfahrung damit hast, dem Teig Struktur zu geben, dann kannst Du die Brötchen schon vor der Kaltgare formen. So werden die Brötchen noch etwas fluffiger. Morgens dann nur noch laugen und backen. So hast du ganz unkompliziert frische Laugenbrötchen zum Frühstück oder für die Brotdose!

    Frühstück, Snack
    Deutsch, Österreichisch
    Vegan
  • Sauerteig Bagels – ofenfrisch für die Brotdose

    Sauerteig Bagels – ofenfrisch für die Brotdose

    Ich bin weiter auf der Suche nach Rezepten um Sauerteigreste einfach und gut zu verarbeiten. Die Zitronen-Mohn-Röllchen sind absolut großartig geworden, aber ich möchte ja gar nicht ständig süßes backen. Und Kleinigkeiten, die man in die Brotdose der Kinder packen kann wären auch toll. Deshalb habe ich mich diesmal an Bagels gewagt, die sind schon was besonderes und machen sich perfekt in der Brotdose.

    Was Bagels besonders macht

    Bagels sind kleine Teigwunder: Sie werden nicht nur gebacken, sondern vorher auch kurz in heißem Wasser gebadet. Das gibt ihnen diese ganz typische glänzende, leicht zähe Kruste. Im Inneren bleiben sie trotzdem fluffig – eine tolle Textur, die man von normalen Brötchen so nicht kennt.

    Charakteristisch für den Bagel ist das Loch in der Mitte. Es ist mehr als nur ein hübsches Detail: Ursprünglich diente es dazu, die Bagels auf Stangen aufzufädeln und einfacher transportieren oder verkaufen zu können – vor allem auf den Straßenmärkten früherer Zeiten. Heute hilft das Loch auch beim gleichmäßigen Garen im Wasser und sorgt für die typische Bagel-Optik.

    Ein Blick in die Geschichte

    Die Ursprünge des Bagels reichen weit zurück – vermutlich ins jüdische Osteuropa. Bereits im 17. Jahrhundert wurden sie in Krakau gebacken, von dort aus verbreiteten sie sich über osteuropäische Auswanderer bis nach Nordamerika. Besonders in New York entwickelten sich Bagels zu einem beliebten Alltagsgebäck und wurden fester Bestandteil der jüdischen Delikatesskultur. Die klassischen Varianten mit Sesam oder Mohn kennt man heute auf der ganzen Welt – ebenso wie moderne Interpretationen mit allerlei Toppings und Füllungen.

    Bagel-Fun-Facts

    Bagels sind nicht nur lecker, sondern haben auch einige überraschende Seiten:

    • Bagel bedeutet „Ring“ – Der Name stammt vom jiddischen beygl, abgeleitet vom mittelhochdeutschen boug.
    • Früher ein Glücksbringer – In Osteuropa schenkte man Bagels zur Geburt eines Kindes als Symbol für den Lebenskreis.
    • Zweierlei Bagel-Kulturen – New York liebt sie weich und groß, Montreal backt sie kleiner, süßer und im Holzofen.
    • Im Weltall dabei – 1998 flog ein gerösteter Montreal-Bagel mit der NASA ins All!
    • Der „Bagel Belt“ – So nennt man die Region rund um New York mit der höchsten Dichte an Bagelbäckereien.

    Ofenfrisch in der Brotdose

    Die Bagels lassen sich prima am Vorabend vorbereiten. Sie müssen am Abend nur zwei Stunden bei Raumtemperatur gehen und könnten dann zu Bagels geformt werden und für die Nacht in den Kühlschrank. Die Hefe ist dabei nur nötig, wenn der Sauerteig noch nicht zuverlässig aufgeht. Wenn der Sauerteig normalerweise genug Triebkraft hat, dann kann die Hefe hier getrost weggelassen werden.
    Die fertigen Bagels lassen sich prima aufschneiden und belegen – egal ob herzhaft mit Frischkäse, Hummus oder Käse, oder süß mit Marmelade oder Nougatcreme. Ich lasse die Bagels erst abkühlen, bevor ich sie in die Brotdose packe, dann sind sie perfekt für das zweite Frühstück. Und auch am nächsten Tag lassen sie sich kurz aufgebacken oder getoastet wiederbeleben.

    Bei uns sind sie bereits ein regelmäßiger Bestandteil der Brotdosen geworden – schnell gemacht, lecker und eine schöne Abwechslung zu den üblichen Butterbroten.

    Rustikale Sauerteig-Bagels

    Das Rezept ist für Roggensauerteigreste ausgelegt, die beim Füttern übrig bleiben. Es ergibt zwei normale oder drei etwas kleinere, herzhafte und fluffige Bagels.

    Für den Teig:

    • 30 –40 g Roggensauerteig
    • 120  g Weizenmehl
    • 75 –85 ml Wasser (nach Bedarf)
    • ½ TL Salz
    • Optional: 1 g Trockenhefe (für schnelleres Gehen)

    Für das Kochwasser:

    • 1 l Wasser
    • 1 EL Honig oder Zucker

    Für das Topping:

    • Sesam (alternativ: Mohn, Kümmel, Käse)

    Am Vorabend – die Bagels vorbereiten:

    1. Sauerteig, Mehl, Wasser, Salz (und ggf. Hefe) zu einem festen, glatten Teig kneten.
    2. Abgedeckt 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, währenddessen drei mal dehnen und falten.
    3. Teig in 2 (oder 3) Portionen teilen, zu Kugeln formen, dann mittig ein Loch bohren und vorsichtig weiten.
    4. Auf Backpacker legen und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen

    Am Backtag – so geht’s weiter mit den Bagels:

    1. Heize den Ofen auf 200–210 °C Ober-/Unterhitze vor. Stell sicher, dass er richtig heiß ist – das dauert je nach Ofen 20–30 Minuten. Wenn du einen Backstein oder ein Blech mit vorheizen willst, leg es jetzt in den Ofen.
    2. Die Bagel 10 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen. Möglichst nicht viel länger, damit sie nicht übergehen oder die Form verlieren.

    3. Bringe 1 Liter Wasser mit 1 EL Honig oder Zucker zum Kochen, reduziere dann die Hitze auf simmern (nicht sprudelnd kochen).

    4. Bagels nacheinander vorsichtig ins Wasser legen. 30 Sekunden pro Seite simmern lassen, dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen und kurz abtropfen lassen. Die feuchten Bagels sofort nach dem Wasserbad nach Wunsch mit Sesam, Mohn, Röstzwiebeln etc. bestreuen.
    5. Auf ein Backpapier setzen (oder auf das vorgeheizte Blech/den Stein). 18–22 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig sind.
    Frühstück
    Amerikanisch, Osteuropäisch, Polnisch
    herzhaft, Vegan

  • Mohn-Zitronen-Röllchen mit Sauerteig – süßes Gebäck aus Sauerteigresten

    Mohn-Zitronen-Röllchen mit Sauerteig – süßes Gebäck aus Sauerteigresten

    Du hast Sauerteig übrig und suchst nach einer süßen, alltagstauglichen Idee zur Verwertung? Diese fluffigen Mohn-Zitronen-Röllchen mit Sauerteig sind schnell gemacht und eine köstliche Alternative zu klassischen Zimtschnecken!

    Sauerteigreste verwerten – süß & einfach

    Wenn du regelmäßig mit Sauerteig backst, kennst du das Problem: Beim Auffrischen bleibt immer ein kleiner Rest Sauerteig übrig. Zu schade zum Wegwerfen, aber meist zu wenig für ein ganzes Brot – und man kann ja nicht jeden Tag ein Sauerteigbrot backen.

    Deshalb bin ich aktuell auf der Suche nach einfachen Rezepten mit Sauerteigresten, die sich schnell zubereiten lassen und auch im Alltag funktionieren. Diese süßen Mohn-Zitronen-Schnecken sind genau so ein Rezept: unkompliziert, lecker, und perfekt zur Resteverwertung.

    Warum Mohn & Zitrone?

    Ich liebe Zimtschnecken – aber die klassische, buttrige Zimtfüllung kommt hier bei den Kids nicht so gut an. Also habe ich kurzerhand umgedacht:
    Mohnfüllung ist einfach immer lecker, während Zitronenabrieb sorgt für einen Hauch fruchtiger Note. Das Ergebnis: süß-saftige Röllchen, die total lecker sind und auch kalt noch hervorragend schmecken.

    Dieses Rezept lässt sich auch wunderbar variieren

    Diese Rezept lässt auch noch ganz viel Spiel für Anpassungen. Ob es eine andere Füllung sein soll, noch ein Topping oder es viel schneller fertig sein soll. Das geht alles.

    Noch etwas zitroniger?

    Wer es gerne fruchtiger mag, kann die Mohn-Röllchen noch mit einem Zitronen-Joghurt-Topping verfeinern. Dafür einfach 2 Esslöffel Kokosjoghurt mit 2 Esslöffeln Lemon Curd verrühren und nach Geschmack etwas Puderzucker unterrühren. Dieses cremige Topping bringt eine zitronige Frische mit, die wunderbar mit der nussigen Mohnfüllung harmoniert – und ganz ehrlich: Es ist sogar noch besser als Sahne!

    Es muss doch etwas schneller fertig sein?

    Wenn es doch mal etwas schneller gehen muss, dann kann man dem Hauptteig einfach 3 g Hefe beigeben. Wenn man den Teig für die Teigruhe warm stellt (25-30°C), dann kann man die Stockgare auf 45 – 60 Minuten und die Stückgare auf 1 – 1,5 Std. Verkürzen.


    Zitronen-Mohn-Röllchen mit Weizensauerteig

    Besonders zarte und saftige Sauerteig-Röllchen mit einer Zitronen-Mohn-Füllung und Zitronen- Frosting

    Für den Teig:

    • 30-40 g Weizensauerteig (Verschnitt von der Sauerteigfütterung)
    • 200  g Weizenmehl Type 550
    • 100  g Milch (lauwarm)
    • 30  g Öl
    • 20  g Ahornsirup
    • 1 Prise Salz

    Für die Füllung:

    • 100  g gemahlener Mohn
    • 140  ml Milch
    • 30 g Zucker
    • 1 TL Vanillezucker oder etwas Vanilleextrakt
    • Etwas Zitronenabrieb
    • 1 TL Butter

    Am Vorabend – Den Teig vorbereiten:

    1. Alle Zutaten für den Teig gründlich verkneten, bis ein glatter, weicher Teig entsteht (ca. 8–10 Minuten)
    2. Stockgare: Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt bei Raumtemperatur 6–8 Stunden (oder über Nacht) gehen lassen. Er sollte deutlich aufgegangen sein.

    Die Füllung vorbereiten:

    1. Milch, Zucker, Vanille und Butter in einem kleinen Topf aufkochen.
    2. Gemahlenen Mohn einrühren, dabei gut rühren, damit nichts klumpt oder anbrennt.
    3. Unter Rühren etwa 2–3 Minuten köcheln lassen, bis die Masse eindickt.
    4. Dann den Zitronenschalenabrieb einrühren. Über Nacht kalt stellen.

    Am Backtag Vormittags:

    1. Teig auf leicht bemehlter Fläche zu einem Rechteck ausrollen (ca. 30×20 cm). Mit der Füllung bestreichen.
    2. Teig von der langen Seite her eng aufrollen, in ca. 8–10 Stücke schneiden.
    3. Stückgare: Rolls in eine gefettete Form setzen, abdecken und nochmals 1–2 Stunden gehen lassen.

    4. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Rolls ca. 20–25 Minuten goldbraun backen.

    Wenn es schneller gehen soll mit den Mohn-Röllchen, dann kann dem Teig 3 g Hefe beigegeben werden. In diesem Fall wird der Teig während der Stockgare für 45 Minuten an einen warmen Ort gestellt (25-30°C).

    Die Stückgare, nach dem Formen der Röllchen, verkürzt sich auf eine Stunde an einem warmen Ort.

    Kuchen
    süß, Vegan
  • Lagerfeuer mit Kindern: Stockbrot mit Käse & Tomatenpesto

    Lagerfeuer mit Kindern: Stockbrot mit Käse & Tomatenpesto

    Die Tage werden wieder länge, die Temperaturen milder und in den Baumärkten gibt es Feuerschalen im Angebot. Die Kinder wollen natürlich Lagerfeuer machen und Stockbrot backen. Und eigentlich nicht nur die Kinder. Knisterndes Lagerfeuer, und etwas essbares in die Glut halten ist schliesslich toll, oder?

    Unsere früheren Erfahrungen mit Stockbrot waren allerdings leider nicht so toll. Man konnte zwar etwas essbares in die Flammen halten, aber dann war es nachher verbrannt oder hat doch irgendwie fad geschmeckt. Deshalb haben wir unser Stockbrot ein wenig aufgepeppt.

    Käse und Tomatenpesto: Der Geschmack von Sommer und Lagerfeuer auch ohne verbrennen

    Stockbrot gehört zu den schönsten Lagerfeuer-Klassikern überhaupt, die Kinder lieben es. Mit ein paar Extras wird es auch zum echten Highlight für kleine und große Stockbrot-Fans.

    In meiner Variante wird der Teig mit einer würzigen Mischung aus Käse und Pesto von getrockneten Tomaten gefüllt und in Alufolie gewickelt. So gart das Brot sanft und gleichmäßig, ohne zu verbrennen und es schmeckt auch noch absolut großartig.

    Variationen: Weitere großartige Stockbrot Füllungen

    Die Füllung lässt sich frei Variieren, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Hier sind ein paar Ideen, die ich auch empfehlen kann:

    • Mozzarella & Pesto – aromatisch und mediterran
    • Feta, schwarze Oliven & Thymian – herzhaft & würzig
    • Camembert & Preiselbeeren – für den besonderen Geschmack
    • Getrocknete Datteln & Gorgonzola – süß und pikant zugleich

    Und wer mag, kann den fertigen Brotwickel mit ein bisschen Kräuteröl bestreichen oder mit Parmesan verfeinern, das gibt noch ein zusätzliches gaschmackliches Highlight. Aber vorsicht – hier kann auch schon mal was heißes raustropfen.

    Und wie stehst Du zu Stockbrot? Hast Du mein Rezept schon ausprobiert? Zeig mir dein gefülltes Stockbrot auf Instagram oder Pinterest – oder verrate deine Lieblingsfüllung in den Kommentaren!

    Gefülltes Stockbrot mit Pesto und Käse

    Das klassische Lagerfeuer-Stockbrot ein wenig aufgepeppt

    • Stöcke
    • Alufolie

    Für den Teig

    • 500  g Weizenmehl Type 550
    • 10  g Salz
    • 1 TL Zucker oder Honig
    • 10  g frische Hefe
    • 300  ml lauwarmes Wasser
    • 2 EL Olivenöl

    Für die Füllung

    • 100 –150 g geriebener Käse
    • 8 TL Tomatenpesto
    1. Teig vorbereiten: Hefe und Honig im lauwarmen Wasser auflösen, kurz stehen lassen. Mit Mehl, Salz und Olivenöl zu einem glatten, elastischen Teig verkneten (ca. 10 Minuten). Mit bemehlten Händen zu einer Kugel formen und abgedeckt ca. eine Stunde gehen lassen. Der Teig sollte dann sichtbar aufgegangen sein.

    2. Teig formen: Teig in 8 Stücke teilen. Jede Portion vorsichtig lang ziehen und formen, so dass es einen Streifen von etwa 25-30cm Länge und 5cm Breite ergibt. Jetzt etwas Pesto und Käse auf die Mitte geben.



    3. Teig füllen: Den Teig vorsichtig über der Füllung zusammendrücken, so dass es eine längliche Rolle wird.



    4. Stockbrot vorbereiten: Die Teigrolle spiralförmig um einen vorbereiteten Stock wickeln. Der Streifen sollte dabei eher breiter als dicker werden.



    5. Mit Alufolie umwickeln: Den vorbereiteten Stock locker mit Alufolie umhüllen. Die Folie darf den Teig leicht berühren, aber nicht zu eng anliegen – der Teig geht beim Backen noch auf. Enden der Folie verschließen, und dabei ruhig noch einiges vom Stock mit einwickeln.



    6. Backen über dem Feuer: Den Stock mit dem eingewickelten Teig über die Glut halten, nicht direkt in die Flammen. Immer wieder wenden, damit das Brot rundum gleichmäßig gart. Je nach Hitze dauert das etwa 15–20 Minuten.



    Snack
    Deutsch
    Lagerfeuer, Vegan

  • Roggensauerteig-Walnussbrot – Einfaches Rezept für ein aromatisches Sauerteigbrot

    Roggensauerteig-Walnussbrot – Einfaches Rezept für ein aromatisches Sauerteigbrot

    Ich habe kürzlich wieder mit dem Brot backen angefangen, diesmal mit Sauerteig. Ich habe bereits ganz großartige Rezepte, die mit Hefe arbeiten, aber ich wollte schon lange mal richtiges Sauerteigbrot backen. Jetzt habe ich bereits einige Experimente durch und habe kürzlich ein Rezept gefunden, dass mich begeistert: ein Walnussbrot mit Roggensauerteig. Es ist ein unglaublich einfaches Rezept und das Brot ist wirklich total lecker und nussig.

    Warum Roggensauerteig?

    Roggensauerteig bringt nicht nur Geschmack, sondern verbessert auch die Bekömmlichkeit des Brotes. Die natürliche Fermentation sorgt für eine leichte Säure und verlängert die Haltbarkeit. In Kombination mit Walnüssen entsteht ein wunderbar nussiges Aroma, das perfekt zu herzhaften und süßen Belägen passt.

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    Rezept: Roggensauerteig-Walnussbrot

    Zutaten:

    Für den Sauerteig:
    190 g warmes Wasser
    30 g aktives Roggen-Anstellgut
    75 g Roggenmehl (Typ 1050)
    75 g Roggenvollkornmehl

    Für den Hauptteig:
    200 g Roggenmehl (Typ 1150)
    200 g Roggenvollkornmehl
    10 g Salz
    260 g warmes Wasser
    20 g Ahornsirup
    370 g Sauerteig
    150 g Walnüsse, grob gehackt

    Außerdem:
    Kastenform, etwas Butter
    Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne

    Zubereitung:

    Am Vorabend: (Arbeitsaufwand: etwa 10 Minuten, Gehzeit: etwa 10-12 Stunden)

    Den Sauerteig bereiten wir so vor, als würden wir unseren Sauerteig füttern, nur diesmal wählen wir ein ausreichend großes Glas. Ich nehme hier ein 1L Einmachglas. Das Roggenanstellgut im warmen Wasser verrühren. Das Mehl dazu geben und wieder gut verrühren. Wie bei der normalen Fütterung am besten auch wieder mit einem Gummiband die Füllhöhe markieren, damit man später gut sehen kann wie gut der Teig bereits aufgegangen ist. Bei Zimmertemperatur (22°C-28°C) über Nacht gehen lassen. Der Teig sollte bei der Weiterverabeitung am nächsten Tag deutlich aufgegangen sein.

    Am Backtag morgens: (Arbeitsaufwand: 10 Minuten, Gehzeit: etwa 2 Stunden)

    Das Mehl mit dem Salz vermengen und eine Kuhle formen. Das warme Wasser, den Ahornsirup und den Sauerteig hineingeben. Die grob gehackten Walnüsse dazu geben und mit der Küchenmaschine gut verkneten lassen. Zwischendurch prüfen ob alles Mehl mit verknetet wurde oder sich noch Mehl unten in der Schüssel gesammelt hat. Der Teig sollte jetzt recht klebrig sein. Wenn alles gut verknetet ist, die Schüssel mit einem nassen Tuch abdecken und an für etwa 2 Stunden ruhen lassen (Stockgare).

    Nach der Stockgare: (Arbeitsaufwand: 10 Minuten, Gehzeit: etwa 8 Stunden)

    Die Kastenform gut einfetten. Jetzt kommt der knifflige Teil: der klebrige Teig muss ein wenig geformt werden und dann in die Kastenform. Dazu am besten eine Körnermischung nach Wahl (ich habe Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne verwendet) auf der Arbeitsfläche verteilen. Ten Teig mit einem Teigschaber aus der Schüssel holen und vorsichtig in den Kernen wälzen. Der Teig soll dabei nicht geknetet sondern nur vorsichtig gewälzt und geformt werden. Dann kann der Teig in die Kastenform. Der Teig muss jetzt noch mal gehen, bis er sich deutlich über den Rand der Kastenform wölbt.
    Ich stelle den Teig dazu, wieder mit einem feuchten Tuch abgedeckt (mit einem Abstandhalter, damit das Tuch nicht im Teiglandet), in den Backofen. Zunächst für 3 Stunden bei 30°C, danach schalte ich den Backofen aus und lasse den Teig weiter gehen, bis er die gewünschte Höhe erreicht hat, das sind ungefähr weitere 5 Stunden.
    Diese Gehzeiten funktionieren gut bei meinem Sauerteig. Wenn Du einen Sauerteig hast, der schon viel aktiver ist, dann musst Du Temperatur oder Gehzeit vielleicht entsprechend anpassen.

    Backen: (Backzeit: 1 Stunde, Vor- und Nachbereitung: etwa 30 Minuten)
    Das tiefe Backblech in den untersten Einschub schieben und etwa 1/2 Liter Wassser hineingeben. Den Backofen auf 250°C (Ober-Unterhitze) vorheizen. Wenn der Ofen gut vorgeheizt ist das Brot auf den Rost im zweiten Einschub von unten für 15 Minuten backen. Der starke Dampf sorgt für eine schöne Krume.
    Nach 15 Minuten wird die Hitze auf 200°C reduziert und der Dampf abgelassen, sowie das Blech mit dem Wasser herausgenommen, falls noch nicht alles verdampft ist. Ein wenig Alufolie über dem Brot verhindert, dass die Kruste zu dunkel wird. Das Brot so weitere 45 Minuten backen. Dann den Backofen ausschalten und das Brot weitere 10 Minuten im geschlossenen Backofen belassen. Dann das Brot aus der Form holen und im leicht geöffneten Backofen langsam auskühlen lassen.

    Tipps für ein perfektes Sauerteigbrot

    • Dein Sauerteig sollte aktiv und gut aufgegangen sein – das sorgt für eine gute Triebkraft.
    • Die Reifezeit des Teiges hat einen Einfluss auf den Geschmack des Brotes, Du kannst hier noch experimentieren und die Tempartur und Gehzeiten variieren. Oder den Teig sogar in der Form noch eine Nacht im Kühlschrank lassen und erst dann gehen lassen. Das habe ich allerdings noch nicht getestet – deshalb empfehle ich lieber meinen Zeitplan, der funktioniert definitiv und ich finde, das Brot wird so ganz großartig.

  • Hermann ist zurück

    Hermann ist zurück

    Nach langer Zeit ohne, haben wir jetzt endlich mal wieder einen Hermann im Kühlschrank und ich hab neue Experimente gestartet 😀 (Eine Hermann Anleitung gibt’s hier)
    Diesmal sollte es ein Brot werden. Und zwar ohne zusätzliche Hefe oder Backpulver, versteht sich. Wofür sollte man denn sonst die ganze Zeit den Sauerteig führen???
    Das Ergebnis des Experiments siehst Du oben im Bild. Und es ist auch verdammt lecker… nur etwas …klein.
    Trotzdem, der vollständigkeit halber, das Rezept:

    • 200g Hermann
    • 150g Mehl (405)
    • 100g dunkles Roggenmehl
    • 150ml lauwarmes Wasser
    • 1 TL Salz
    • 1/2 Glas getrocknete Tomaten
    • 1 Hand Kräuter der Provence

    Die Tomaten in kleine Stückchen schneiden. Den Hermannteig mit dem Mehl, dem Salz, den Kräutern und dem Wasser zu einem gleichmäßigem Teig verrühren. Zuletzt die Tomatenstückchen und, falls vorhanden, einen Teelöff el von dem Kräuteröl der Tomaten unterrühren.

    Im angeheizten Backofen bei maximal 50°C etwa eine halbe Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit eine Kastenform mit Backpapier auslegen.

    Den Teig durchrühren und in die Kastenform geben.  Wieder im angeheizten Backofen bei maximal 50°C mindestens zwei Stunden gehen lassen, bis der Teig den Rand der Kastenform erreicht hat. Jetzt den Teig in den Backofen auf die untere Schiene schieben. Den Backofen auf 180°C einstellen und 60 Minuten backen.

  • Zwiebelbrot

    Zwiebelbrot

    Gefühlte dreitausend Fehlversuche und jetzt hat es endlich geklappt. Ich hab das perfekte Zwiebelbrot aus dem Backofen geholt 😀 *juhu*

    Mit dem Foto war ich irgendwie nicht schnell genug, jetzt ists schon halb weg *lach*.

    Das Brot ist ein Sauerteigbrot, das über vier Tage hinweg angesetzt wird. Und man benötigt:
    250g dunkeles Roggenmehl (type 1150)
    250 helles Weizenmehl (type 405)
    ½ Pkg. frische Hefe
    2 (gestrichene) TL Salz
    50 g Schinkenwürfel
    eine Handvoll Röstzwiebeln
    ~1EL Olivenöl

    Am ersten Tag 50g Mehl (1150) mit 140ml lauwarmen Wasser verrühren und die frische Hefe hineinbröseln. Nochmal umrühren und bei Zimmertemperatur 24Std. gehen lassen.

    Am zweiten Tag 50g Mehl (1150) und 100ml lauwarmes Wasser unterrühren und wie zuvor gehen lassen.

    Am dritten Tag 100g Mehl (1150) und 220ml Wasser unterrühren und wiederum gehen lassen.
    Diesmal aber nach 12Std. noch mal weitere 50g Mehl (1150) und 50ml lauwarmes Wasser unterrühren.

    Am vierten Tag die verbleibenden Zutaten (Mehl 405, Salz, Öl, Röstzwiebeln und den Schinken) zu dem Sauerteig geben, zu einem gleichmäßigen Teig verrühren und 30-45min. gehen lassen bis er deutlich aufgegangen ist.

    Dann den Teig nochmal gut durchrühren und in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben. Nochmals 30-45min. gehen lassen bis der Teig den Rand der Kastenform erreicht hat.

    Bei 200°C (Ober-Unterhitze) auf der unteren Schiene 55 Minuten backen.

    Und freuen 😀
    Ich find das Brot absolut großartig und werd bestimmt noch Varianten ausprobieren. Vielleicht mit getrockneten Tomaten und Kräutern oder so…