Autor: martina

  • Family Date Night: So planen wir gemeinsame Highlights ein. Und ihr könnt das ganz einfach nachmachen

    Family Date Night: So planen wir gemeinsame Highlights ein. Und ihr könnt das ganz einfach nachmachen

    Kennt ihr das? Zwischen Brotdosen packen, Wäschebergen, Terminen und dem alltäglichen „Räum dein Zimmer auf“ bleibt manchmal das Wichtigste ein bisschen auf der Strecke: die gemeinsame Zeit ohne Alltagsstress, in der man gemeinsam was schönes erleben kann. Einfach nur gemeinsam Spaß haben.

    Über das Konzept der „Family Date Night“ bin ich zufällig auf Instagram gestolpert. Das hat mich sofort begeistert – und nicht nur weil in dem Beitrag gemalt wurde. Die Idee, ganz bewusst einen festen Termin im Kalender zu blocken – nur für uns und die Kinder – und dann etwas zu unternehmen, das aus dem Alltagstrott heraussticht. Ein Date. Aber mit der ganzen Familie. Das ist doch eine grandiose Idee. Also hab ich unsere erste Date Night geplant. Und dann direkt die zweite. Und jetzt ist die „Family Date Night“ bei uns im Alltags Chaos fest verankert.

    Was ist eine Family Date Night überhaupt?

    Ganz einfach: Es ist ein fester Zeitpunkt in der Woche oder im Monat, den ihr bewusst als Familie verbringt. Es geht nicht um große Geschenke oder teure Unternehmungen. Es geht um Quality Time. Um gemeinsame Erlebnisse, um Lachen, um Reden und um das Gefühl: „Hey, wir sind ein gutes Team!“

    Handys bleiben in der Schublade. (Außer mal kurz für Fotos). Es gibt nur uns, eine gemeinsame Aktivität und meistens etwas Leckeres zu essen.

    Unsere ersten Schritte & warum es sich lohnt

    Am Anfang wusste ich nicht so recht, wie ich es angehen soll. Wie aufwändig wird das? Was kann man dann so machen damit es immer etwas besonderes ist? Erst einmal ausprobieren und dann vielleicht ein monatliches Event?

    Aber es ist einfach zu gut und jetzt ist bereits jeder zweite Freitag Abend im Kalender geblockt. Was wir machen ist jedes Mal eine Überraschung, die Kinder erwarten es schon immer mit Spannung. Und dazu gibt es was zu essen. Nur kein klassisches Abendessen. Ein Fingerfood-Buffett beim Malen oder Picknick auf dem Wohnzimmerboden zum Pflanzen säen und eintopfen hatten wir schon. Und man kann ja auch gute Ideen wiederholen und neu mischen.

    Wir haben jetzt auch eine kleine „Ideen-Box“ gebastelt, in die jeder Vorschläge werfen kann, was wir gemeinsam machen könnten.

    Warum es sich für uns lohnt:

    • Die Kinder freuen sich die ganze Woche auf „unseren“ Abend.
    • Beim den gemeinsamen Aktivitäten kommen manchmal auch richtig schöne Gespräche auf
    • Es entstehen Erinnerungen an Momente, die bleiben.

    Ganz einfach nachmachen – 3 erste Ideen

    Ihr müsst nicht gleich das große Programm planen. Fangt klein an! Hier sind drei super einfache Ideen für euren Start.

    1. Kreativ und bunt: Gemeinsam malen. Das war unsere erste Date Night und die war so gut, das wird wiederholt haben. Es empfiehlt sich dafür den Tisch mit Papier zu verkleiden oder eine große Basteltischdecke zu verwenden. Bei Action gibt es kleine Tischstaffeleien, Leinwände, Pinsel und Farben. Ein kleines Fingerfood-Buffett rundet alles ab. Entweder es wird frei gemalt oder mit lustige Aufgaben.
    2. Perfekt in Frühling: Ein Pflanzabend. Den Tisch abdecken, einen Berg Erde in die Mitte, Samen, Löffel und Pflanztöpfchen drumherum und dann kann es auch schon losgehen. Das Abendbrot gab’s bei uns dazu als Picknick auf dem Boden. Die Kinder finden es toll und so sind Essen und Erde gut räumlich getrennt.
    3. Wohnzimmer-Camping. Aus Stühlen, Kissen und Decken wird eine gemütliche Höhle gebaut. Drinnen gibt’s dann selbst ausgedachte Geschichten oder es werden Bücher gelesen. Und dazu gibt’s Stockbrot (aus dem Backofen), für das Lagerfeuerfeeling.

    Eine neue Reihe auf Sweet Chaos

    Dieser Beitrag ist der offizielle Startschuss für eine ganz neue Reihe hier auf dem Blog! Ich möchte euch regelmäßig mitnehmen und unsere persönlichen Family Date Night Ideen vorstellen. Ich weiß noch nicht was kommen wird, aber ich bin gerade recht zuversichtlich dass da noch schöne Ideen auf uns zukommen. Und ich werde neue Ideen und Date Nights die wir gemacht haben hier nach und nach verlinken.

    Habt ihr schon Erfahrungen mit einer festen Familienzeit? Oder vielleicht auch eine richtig coole Idee, die wir unbedingt ausprobieren müssen? Dann lasst es mich in den Kommentaren wissen! Ich bin schon so gespannt auf eure Vorschläge.

  • Ginger Bug: Der natürliche Starter für fermentierte Limonade

    Ginger Bug: Der natürliche Starter für fermentierte Limonade

    Hast du schon einmal von einem Ginger Bug gehört? Diese sprudelnde Ingwerkultur ist ein echtes Fermentationswunder und bringt ganz ohne industrielle Zusatzstoffe herrlich prickelnde, probiotische Getränke hervor. In diesem Beitrag zeige ich dir, was ein Ginger Bug ist, woher er kommt, welche Vorteile er hat und wie du ihn ganz einfach selbst herstellen kannst.

    Was ist ein Ginger Bug? – Herkunft & Geschichte

    Der Ginger Bug ist eine natürliche Fermentationskultur aus frischem Ingwer, Zucker und Wasser. Er wird verwendet, um hausgemachte fermentierte Limonaden, Ginger Ale oder Root Beer auf natürliche Weise mit Kohlensäure zu versetzen – ganz ähnlich wie Sauerteig beim Brot.

    Seine Wurzeln reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert, als in Großbritannien und Nordamerika Ginger Beer noch auf traditionelle Weise gebraut wurde. Anstelle von Industriehefe nutzte man die wilde Hefe, die natürlicherweise auf der Schale von unbehandeltem Ingwer vorkommt. Diese Tradition wurde in vielen Haushalten weitergegeben – und erlebt heute, im Zuge der Fermentationsbewegung, eine kleine Renaissance.

    Vorteile des Ginger Bugs

    Ginger Bug zu führen und damit Limonaden anzusetzen ist total einfach und auch günstig. Man braucht ja nur Ingwer, Zucker und Wasser. Man nutzt natürliche fermentierung um, bei voller Kontrolle der Zutaten, sprudelnde Ginger Bug Limonaden herzustellen. Und ein bißchchen gesund ist es auch – die enthaltenen Milchsäurebakterien und wilden Hefen können die Darmgesundheit unterstützen. Natürlich bleibt es eine gesüßte Limonade. Es ist nachhaltig und individuell anpassbar: Von Zitronenlimonade bis Hibiskus-Ingwer-Drink – alles was man sich ausdenken kann, kann man ausprobieren.

    Ist Ginger-Bug-Limonade für Kinder geeignet?

    Ja, in der Regel schon. Die durch Fermentation entstehende Menge Alkohol ist sehr gering (meist unter 0,5 Vol.-%), vergleichbar mit Apfelsaft oder Kefir – vorausgesetzt, du beachtest ein paar Dinge:

    Kurze Gärzeit: Nach 1–2 Tagen Raumtemperatur solltest du das Getränk in den Kühlschrank stellen, um die Gärung zu verlangsamen. Nicht zu lange oder zu warm stehen lassen: Je länger die Fermentation, desto mehr Alkohol und Sprudel. Bei zu warmer Umgebung geschieht das auch etwas schneller.

    Ginger Bug selbst herstellen – die Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Zutaten für den Ansatz (Tag 1):

    2 EL frisch in Scheiben geschnittenen Bio-Ingwer, mit Schale! 2 EL Rohrohrzucker, 200 ml stilles Wasser (gefiltert oder abgekocht und abgekühlt)

    Zum täglichen Füttern (Tage 2–7):

    je 1 EL in Scheiben geschnittenen Bio-Ingwer, immer mit Schale, je 1 EL Rohrzucker

    Zubereitung:

    1. Starter ansetzen (Tag 1):

    Gib Ingwer, Zucker und Wasser in ein sauberes Glas. Das Glas sollte mindestens für 500 ml ausgelegt sein. Rühre gut um und decke das Glas locker mit einem Stofftuch oder Deckel ohne Dichtung ab. Stelle es an einen warmen Ort (idealerweise 20–25 °C).

    2. Täglich füttern (für 5–7 Tage):

    Füge jeden Tag zur gleichen Zeit je 1 EL in Scheiben geschnittenen Ingwer und 1 EL Rohrzucker hinzu. Rühre gut um und decke das Glas wieder locker ab.

    3. Beobachten:

    Nach 3–5 Tagen beginnt der Bug leicht zu sprudeln und riecht hefig-frisch. Es können Bläschen aufsteigen, leichte Trübung und Bodensatz sind normal.

    4. Fertig!

    Wenn dein Ginger Bug lebhaft blubbert, kannst du ihn als Starter verwenden. Verwende ca. 6–8 EL des Ginger Bug auf 1 Liter Getränk.

    Lagerung & Pflege:

    Im Kühlschrank hält der Ginger Bug sich etwa eine Woche. Dann fütterst Du ihn wie gewohnt und lässt ihn noch ein paar Stunden bei Raumtemperatur stehen, bevor Du ihn wieder in den Kühlschrank stellst. Um Limonaden anzusetzen kannst Du den Ginger Bug direkt aus dem Kühlschrank verwenden.

    Mein Favorit: Zitronen-Holunder Limonade

    Vermische dafür den Saft von einer großen Zitrone mit soviel Holundersirup bis es nicht mehr sauer sondern gerade angenehm süß ist. Gib die Mischung in eine 1L Flasche. Füge dann 8-10 EL Ginger Bug hinzu und fülle die Flasche mit stillem Wasser auf. Verschließe die Flasche ins lasse sie bei Raumtemperatur stehen bis sie leicht zu sprudeln anfängt, dann sollte sie in den Kühlschrank und bald getrunken werden.

    Hast Du die Ginger Bug Limonade schon ausprobiert? Was ist Dein liebstes Rezept? Schreibs mir in die Kommentare!

  • Übernacht-Laugenbrötchen mit Sauerteig ganz einfach selber machen – perfekt für die Brotdose

    Übernacht-Laugenbrötchen mit Sauerteig ganz einfach selber machen – perfekt für die Brotdose

    Meine Kinder lieben Laugengebäck. Ob Brezeln, Stangen oder kleine Brötchen – sobald irgendwo diese typische, goldbraune Kruste mit den dicken Salzkrümeln darauf auftaucht, sind sie begeistert. Und da ich ja gerade eh schon voll im Sauerteig Modus bin, warum eigentlich nicht mal selbst machen, ganz frisch für die Brotdose?

    Laugenbrötchen mit Roggensauerteig – weich, aromatisch und perfekt zum Mitnehmen

    Das Rezept ist denkbar einfach und braucht nicht viel – keine spezielle Lauge, keine Profi-Ausrüstung. Ein bisschen Roggensauerteig (auch Verschnitt geht!), ein gutes Weizenmehl, lauwarmes Wasser und etwas Butter oder Öl. Für etwas mehr Trieb und Fluff kann man optional eine Prise Trockenhefe dazunehmen, muss man aber nicht. Die Lauge mache ich mit Natron – das funktioniert auch zuhause in der kleinen Küche super.

    Und die Brötchen sind perfekt für die Brotdose Morgen. Am Vorabend wird der Teig vorbereitet und über Nacht im Kühlschrank geparkt. Dann können die Brötchen am frühen Morgen ganz frisch gebacken werden.

    Was ist eigentlich das Besondere an Laugengebäck?

    Laugengebäck hat eine lange Tradition, vor allem im süddeutschen Raum. Ursprünglich stammt die Idee aus Bayern und Schwaben – mittlerweile ist es aber deutschlandweit und sogar international beliebt. Die typische braune Kruste entsteht durch eine Laugenreaktion (meist mit Natronlauge oder – wie in der heimischen Küche – mit Speisesoda), die beim Backen eine schöne Farbe und diesen einzigartigen Geschmack erzeugt.

    Fun Fact: Laugengebäck ist ein Zufallsprodukt!

    Legenden gibt es dazu verschiedene, aber alle Berichten von einem Zufall.
    Eine schwäbische Legende, die angeblich auf das Jahr 1477 zurückgeht, erzählt, dass damals ein Bäckermeister die Brezel zufällig erfunden haben soll, weil eine Katze auf das Backblech gesprungen ist, so dass alle Teiglinge in einen Eimer mit heißer Lauge fielen, die eigentlich zum Reinigen von Blechen gedacht war. Statt sie wegzuwerfen, backte er die Brötchen trotzdem – und siehe da: Sie kamen goldbraun, duftend und mit einer völlig neuen Kruste aus dem Ofen.

    Eine andere Legende berichtet, dass bei der Erfindung des Laugengebäcks ein einfacher Fehlgriff die Ursache war. So sollte das Gebäck eigentlich, wie üblicherweise, mit Zuckerwasser glasiert werden. Nur an diesem Tag griff der Bäckermeister versehentlich nach der Natronlauge, die eigentlich zur Reinigung der Bleche bereitgestellt war. Aber auch in dieser Legende ist das Ergebnis überall großartig angekommen.

    Ideen für die Brotdose: Laugenbrötchen lecker belegt

    Die Mini-Laugenbrötchen schmecken pur schon richtig gut – aber als Pausenbrot werden sie mit dem richtigen Aufschnitt zum Star der Lunchbox. Hier ein paar unserer liebsten Kombinationen:

    • Klassisch: Butter + Emmentaler + Radieschenscheiben
    • Herzhaft: Frischkäse + Schinken oder Salami
    • Vegetarisch: Hummus + Avocado + Sprossen
    • Süß: Nussmus + Banane oder einfach mit Honig

    Durch die leicht salzige Kruste schmecken selbst einfache Füllungen besonders gut.

    augen und backen. So hast du ganz unkompliziert frische Laugenbrötchen zum Frühstück oder für die Brotdose!

    Fazit: Laugenbrötchen lassen sich ganz einfach selber machen – auch mit Sauerteig!

    Egal ob du deinen Sauerteigansatz sinnvoll verwerten willst oder einfach Lust auf frisches Gebäck hast: Diese Mini-Laugenbrötchen sind so einfach zu machen und total lecker – außen würzig-knusprig, innen fluffig weich und mild. Und das mit dem laugen ist ja wirklich so unerwartet einfach. Hast Du es schonmal ausprobiert? Hast Du ein Lieblingsrezept? Schreib’s mir in die Kommentare!

    Laugenbrötchen

    Laugenbrötchen aus Sauerteig-Rest, die sich ganz einfach über Nacht ansetzen lassen und morgens frisch gebacken in die Brotdose wandern können

    Für den Teig:

    • 30-40  g Roggensauerteig (aktiv oder Verschnitt)
    • 120  g Weizenmehl Type 550
    • 80  ml lauwarmes Wasser
    • 10  g Öl
    • ½ TL Salz
    • Optional: 1 g Trockenhefe (für fluffigere Brötchen)

    Zum Laugen:

    • 500  ml Wasser
    • 1 TL Natron (Backnatron / Kaisernatron)
    • Grobes Salz zum Bestreuen

    Am Vorabend

    1. Teig ansetzen: Alle Zutaten, bis auf das Salz, zu einem weichen, glatten Teig verkneten (ca. 5–8 Min.). Danach das Salz einkneten bis es nicht mehr zu spüren ist.
    2. Teigruhe: Abgedeckt 2-3 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Gerne hier zu Beginn dreimal im Abstand von 30 Minuten den Teig dehnen und falten.
    3. Kaltgare: Den Teig über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

    Am Morgen:

    1. Formen: Teig in 2-4 Portionen teilen, rund wirken und zu Kugeln formen.
    2. Laugenbad: Wasser aufkochen, das Natron hineingeben (Achtung, das sprudelt sehr) und dann vom Herd nehmen. Brötchen einzeln ca. 30 Sekunden von beiden Seiten eintauchen, abtropfen lassen.
    3. Backen: Auf ein Backpapier legen, mit grobem Salz bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 230 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 10 Minuten mit viel Dampf backen, dann den Dampf ablassen, die Temperatur auf 200°C reduzieren und für weitere 10-12 Minuten backen. Mit Alufolie abdecken, wenn sie schön goldbraun sind.

    Tipp: für die Übernacht-Variante: Wenn Du Erfahrung damit hast, dem Teig Struktur zu geben, dann kannst Du die Brötchen schon vor der Kaltgare formen. So werden die Brötchen noch etwas fluffiger. Morgens dann nur noch laugen und backen. So hast du ganz unkompliziert frische Laugenbrötchen zum Frühstück oder für die Brotdose!

    Frühstück, Snack
    Deutsch, Österreichisch
    Vegan
  • Sauerteig Bagels – ofenfrisch für die Brotdose

    Sauerteig Bagels – ofenfrisch für die Brotdose

    Ich bin weiter auf der Suche nach Rezepten um Sauerteigreste einfach und gut zu verarbeiten. Die Zitronen-Mohn-Röllchen sind absolut großartig geworden, aber ich möchte ja gar nicht ständig süßes backen. Und Kleinigkeiten, die man in die Brotdose der Kinder packen kann wären auch toll. Deshalb habe ich mich diesmal an Bagels gewagt, die sind schon was besonderes und machen sich perfekt in der Brotdose.

    Was Bagels besonders macht

    Bagels sind kleine Teigwunder: Sie werden nicht nur gebacken, sondern vorher auch kurz in heißem Wasser gebadet. Das gibt ihnen diese ganz typische glänzende, leicht zähe Kruste. Im Inneren bleiben sie trotzdem fluffig – eine tolle Textur, die man von normalen Brötchen so nicht kennt.

    Charakteristisch für den Bagel ist das Loch in der Mitte. Es ist mehr als nur ein hübsches Detail: Ursprünglich diente es dazu, die Bagels auf Stangen aufzufädeln und einfacher transportieren oder verkaufen zu können – vor allem auf den Straßenmärkten früherer Zeiten. Heute hilft das Loch auch beim gleichmäßigen Garen im Wasser und sorgt für die typische Bagel-Optik.

    Ein Blick in die Geschichte

    Die Ursprünge des Bagels reichen weit zurück – vermutlich ins jüdische Osteuropa. Bereits im 17. Jahrhundert wurden sie in Krakau gebacken, von dort aus verbreiteten sie sich über osteuropäische Auswanderer bis nach Nordamerika. Besonders in New York entwickelten sich Bagels zu einem beliebten Alltagsgebäck und wurden fester Bestandteil der jüdischen Delikatesskultur. Die klassischen Varianten mit Sesam oder Mohn kennt man heute auf der ganzen Welt – ebenso wie moderne Interpretationen mit allerlei Toppings und Füllungen.

    Bagel-Fun-Facts

    Bagels sind nicht nur lecker, sondern haben auch einige überraschende Seiten:

    • Bagel bedeutet „Ring“ – Der Name stammt vom jiddischen beygl, abgeleitet vom mittelhochdeutschen boug.
    • Früher ein Glücksbringer – In Osteuropa schenkte man Bagels zur Geburt eines Kindes als Symbol für den Lebenskreis.
    • Zweierlei Bagel-Kulturen – New York liebt sie weich und groß, Montreal backt sie kleiner, süßer und im Holzofen.
    • Im Weltall dabei – 1998 flog ein gerösteter Montreal-Bagel mit der NASA ins All!
    • Der „Bagel Belt“ – So nennt man die Region rund um New York mit der höchsten Dichte an Bagelbäckereien.

    Ofenfrisch in der Brotdose

    Die Bagels lassen sich prima am Vorabend vorbereiten. Sie müssen am Abend nur zwei Stunden bei Raumtemperatur gehen und könnten dann zu Bagels geformt werden und für die Nacht in den Kühlschrank. Die Hefe ist dabei nur nötig, wenn der Sauerteig noch nicht zuverlässig aufgeht. Wenn der Sauerteig normalerweise genug Triebkraft hat, dann kann die Hefe hier getrost weggelassen werden.
    Die fertigen Bagels lassen sich prima aufschneiden und belegen – egal ob herzhaft mit Frischkäse, Hummus oder Käse, oder süß mit Marmelade oder Nougatcreme. Ich lasse die Bagels erst abkühlen, bevor ich sie in die Brotdose packe, dann sind sie perfekt für das zweite Frühstück. Und auch am nächsten Tag lassen sie sich kurz aufgebacken oder getoastet wiederbeleben.

    Bei uns sind sie bereits ein regelmäßiger Bestandteil der Brotdosen geworden – schnell gemacht, lecker und eine schöne Abwechslung zu den üblichen Butterbroten.

    Rustikale Sauerteig-Bagels

    Das Rezept ist für Roggensauerteigreste ausgelegt, die beim Füttern übrig bleiben. Es ergibt zwei normale oder drei etwas kleinere, herzhafte und fluffige Bagels.

    Für den Teig:

    • 30 –40 g Roggensauerteig
    • 120  g Weizenmehl
    • 75 –85 ml Wasser (nach Bedarf)
    • ½ TL Salz
    • Optional: 1 g Trockenhefe (für schnelleres Gehen)

    Für das Kochwasser:

    • 1 l Wasser
    • 1 EL Honig oder Zucker

    Für das Topping:

    • Sesam (alternativ: Mohn, Kümmel, Käse)

    Am Vorabend – die Bagels vorbereiten:

    1. Sauerteig, Mehl, Wasser, Salz (und ggf. Hefe) zu einem festen, glatten Teig kneten.
    2. Abgedeckt 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, währenddessen drei mal dehnen und falten.
    3. Teig in 2 (oder 3) Portionen teilen, zu Kugeln formen, dann mittig ein Loch bohren und vorsichtig weiten.
    4. Auf Backpacker legen und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen

    Am Backtag – so geht’s weiter mit den Bagels:

    1. Heize den Ofen auf 200–210 °C Ober-/Unterhitze vor. Stell sicher, dass er richtig heiß ist – das dauert je nach Ofen 20–30 Minuten. Wenn du einen Backstein oder ein Blech mit vorheizen willst, leg es jetzt in den Ofen.
    2. Die Bagel 10 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen. Möglichst nicht viel länger, damit sie nicht übergehen oder die Form verlieren.

    3. Bringe 1 Liter Wasser mit 1 EL Honig oder Zucker zum Kochen, reduziere dann die Hitze auf simmern (nicht sprudelnd kochen).

    4. Bagels nacheinander vorsichtig ins Wasser legen. 30 Sekunden pro Seite simmern lassen, dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen und kurz abtropfen lassen. Die feuchten Bagels sofort nach dem Wasserbad nach Wunsch mit Sesam, Mohn, Röstzwiebeln etc. bestreuen.
    5. Auf ein Backpapier setzen (oder auf das vorgeheizte Blech/den Stein). 18–22 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig sind.
    Frühstück
    Amerikanisch, Osteuropäisch, Polnisch
    herzhaft, Vegan

  • Mohn-Zitronen-Röllchen mit Sauerteig – süßes Gebäck aus Sauerteigresten

    Mohn-Zitronen-Röllchen mit Sauerteig – süßes Gebäck aus Sauerteigresten

    Du hast Sauerteig übrig und suchst nach einer süßen, alltagstauglichen Idee zur Verwertung? Diese fluffigen Mohn-Zitronen-Röllchen mit Sauerteig sind schnell gemacht und eine köstliche Alternative zu klassischen Zimtschnecken!

    Sauerteigreste verwerten – süß & einfach

    Wenn du regelmäßig mit Sauerteig backst, kennst du das Problem: Beim Auffrischen bleibt immer ein kleiner Rest Sauerteig übrig. Zu schade zum Wegwerfen, aber meist zu wenig für ein ganzes Brot – und man kann ja nicht jeden Tag ein Sauerteigbrot backen.

    Deshalb bin ich aktuell auf der Suche nach einfachen Rezepten mit Sauerteigresten, die sich schnell zubereiten lassen und auch im Alltag funktionieren. Diese süßen Mohn-Zitronen-Schnecken sind genau so ein Rezept: unkompliziert, lecker, und perfekt zur Resteverwertung.

    Warum Mohn & Zitrone?

    Ich liebe Zimtschnecken – aber die klassische, buttrige Zimtfüllung kommt hier bei den Kids nicht so gut an. Also habe ich kurzerhand umgedacht:
    Mohnfüllung ist einfach immer lecker, während Zitronenabrieb sorgt für einen Hauch fruchtiger Note. Das Ergebnis: süß-saftige Röllchen, die total lecker sind und auch kalt noch hervorragend schmecken.

    Dieses Rezept lässt sich auch wunderbar variieren

    Diese Rezept lässt auch noch ganz viel Spiel für Anpassungen. Ob es eine andere Füllung sein soll, noch ein Topping oder es viel schneller fertig sein soll. Das geht alles.

    Noch etwas zitroniger?

    Wer es gerne fruchtiger mag, kann die Mohn-Röllchen noch mit einem Zitronen-Joghurt-Topping verfeinern. Dafür einfach 2 Esslöffel Kokosjoghurt mit 2 Esslöffeln Lemon Curd verrühren und nach Geschmack etwas Puderzucker unterrühren. Dieses cremige Topping bringt eine zitronige Frische mit, die wunderbar mit der nussigen Mohnfüllung harmoniert – und ganz ehrlich: Es ist sogar noch besser als Sahne!

    Es muss doch etwas schneller fertig sein?

    Wenn es doch mal etwas schneller gehen muss, dann kann man dem Hauptteig einfach 3 g Hefe beigeben. Wenn man den Teig für die Teigruhe warm stellt (25-30°C), dann kann man die Stockgare auf 45 – 60 Minuten und die Stückgare auf 1 – 1,5 Std. Verkürzen.


    Zitronen-Mohn-Röllchen mit Weizensauerteig

    Besonders zarte und saftige Sauerteig-Röllchen mit einer Zitronen-Mohn-Füllung und Zitronen- Frosting

    Für den Teig:

    • 30-40 g Weizensauerteig (Verschnitt von der Sauerteigfütterung)
    • 200  g Weizenmehl Type 550
    • 100  g Milch (lauwarm)
    • 30  g Öl
    • 20  g Ahornsirup
    • 1 Prise Salz

    Für die Füllung:

    • 100  g gemahlener Mohn
    • 140  ml Milch
    • 30 g Zucker
    • 1 TL Vanillezucker oder etwas Vanilleextrakt
    • Etwas Zitronenabrieb
    • 1 TL Butter

    Am Vorabend – Den Teig vorbereiten:

    1. Alle Zutaten für den Teig gründlich verkneten, bis ein glatter, weicher Teig entsteht (ca. 8–10 Minuten)
    2. Stockgare: Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt bei Raumtemperatur 6–8 Stunden (oder über Nacht) gehen lassen. Er sollte deutlich aufgegangen sein.

    Die Füllung vorbereiten:

    1. Milch, Zucker, Vanille und Butter in einem kleinen Topf aufkochen.
    2. Gemahlenen Mohn einrühren, dabei gut rühren, damit nichts klumpt oder anbrennt.
    3. Unter Rühren etwa 2–3 Minuten köcheln lassen, bis die Masse eindickt.
    4. Dann den Zitronenschalenabrieb einrühren. Über Nacht kalt stellen.

    Am Backtag Vormittags:

    1. Teig auf leicht bemehlter Fläche zu einem Rechteck ausrollen (ca. 30×20 cm). Mit der Füllung bestreichen.
    2. Teig von der langen Seite her eng aufrollen, in ca. 8–10 Stücke schneiden.
    3. Stückgare: Rolls in eine gefettete Form setzen, abdecken und nochmals 1–2 Stunden gehen lassen.

    4. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Rolls ca. 20–25 Minuten goldbraun backen.

    Wenn es schneller gehen soll mit den Mohn-Röllchen, dann kann dem Teig 3 g Hefe beigegeben werden. In diesem Fall wird der Teig während der Stockgare für 45 Minuten an einen warmen Ort gestellt (25-30°C).

    Die Stückgare, nach dem Formen der Röllchen, verkürzt sich auf eine Stunde an einem warmen Ort.

    Kuchen
    süß, Vegan
  • Eier färben mit Natron und Essig – ein sprudelndes Osterexperiment für Kinder

    Eier färben mit Natron und Essig – ein sprudelndes Osterexperiment für Kinder

    Ostern steht vor der Tür – und was wäre Ostern ohne Ostereier färben? Also ich käme damit jedenfalls nicht durch. Aber es soll wenigstens nicht jedes Jahr das gleiche sein. Dieses Jahr haben wir ein kreatives Osterexperiment ausprobiert: Eier färben mit Natron, Essig und Lebensmittelfarbe. Es schäumt, es sprudelt – und das Ergebnis ist einfach wunderschön.

    Das brauchst du zum Eierfärben mit Natron & Essig

    • Hartgekochte, abgekühlte Eier (weiße Eier bringen kräftigere Farben)
    • Lebensmittelfarbe (flüssig oder in Wasser gelöst)
    • Natron oder Backpulver,
    • Essig,
    • Muffinförmchen (oder kleine Schälchen),
    • Teelöffel oder ähnliches um den Essig zu dosieren,
    • Pinsel,
    • Küchenrolle und Handschuhe.

    Und so funktioniert’s

    1. Farbpaste anrühren

    Wir haben unsere Lebensmittelfarben mit jeweils einem Teelöffel Natron vermischt – dadurch entsteht eine dickliche Farbpaste, die sich super auftragen lässt. Für zehn Eier reicht das gerade so, aber beim nächsten Mal würde ich mehr nehmen.

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    2. Die Eier bemalen

    Mit den Pinseln die Eier bemalen. Oder beklecksen, einreiben oder was man sonst gerne machen möchte. Es darf wild werden. Und je dicker die Paste nachher auf dem Ei ist desto mehr schäumt es später.

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    3. Essig träufeln – es schäumt!

    Dann kommt der spannende Teil: Vorsichtig den Essig auf das Ei träufeln. Es beginnt sofort zu sprudeln und zu schäumen – ein richtiges Mini-Experiment auf dem Ei!

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    4. Trocknen und bestaunen

    Die Eier haben wir anschließend auf Küchenpapier trocknen lassen und vorsichtig abgerieben. Wer mag, kann sie zum Schluss noch mit einem Tropfen Öl auf einem Tuch einreiben, dann glänzen die Farben besonders schön.

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    Und was passiert da eigentlich?

    Essig ist sauer, Natron basisch – wenn sie aufeinandertreffen, entsteht Kohlendioxid. Das sorgt für das Schäumen und hilft gleichzeitig, die Farbe auf der Eierschale zu verteilen. So entstehen einzigartige Farbverläufe – jedes Ei wird zum kleinen Kunstwerk.

    Unser Fazit

    Das Eierfärben mit Natron und Essig hat Spaß gemacht und war ein schönes kleines Experiment. Das es so schäumt war natürlich toll. Die Farbintensität der Lebensmittelfarbe lässt bei uns etwas zu wünschen übrig, aber die Eier sind trotzdem richtig schön geworden. Es ist definitiv eine unterhaltsame Alternative zu klassischen Färbemethoden.

    Hast du es auch schon ausprobiert oder eine andere tolle Methode zum Eierfärben entdeckt? Dann lass gern einen Kommentar da.

    Lust auf noch mehr Osterideen?

    Dann schau dir auch meinen Beitrag Osterzopf selber backen an – ein fluffiges Heferezept mit Tradition.

  • Mein Osterzopf Rezept – fluffig, aromatisch & super lecker

    Mein Osterzopf Rezept – fluffig, aromatisch & super lecker

    Ostern steht schon vor der Tür. Und ein frisch gebackener Osterzopf gehört zu den schönsten Traditionen rund um das Osterfest. Ob beim Brunch, als Mitbringsel oder einfach zum Sonntagskaffee – dieses fluffige, goldbraune Hefegebäck ist ein echter Klassiker. Und dieser Osterzopf ist bei uns ganz besonders beliebt. Bei den Kindern, weil er einfach so fluffig und lecker ist und bei mir, weil ich endlich ein Rezept habe, bei dem der Teig beim letzten gehen nicht mehr nur in die breite geht und der Stuten endlich mal so richtig schön fluffig ist. Probier dieses Rezept unbedingt mal aus!

    Tradition & Herkunft des Osterzopfes

    Der Osterzopf ist mehr als nur ein besonders leckeres Gebäck – es ist auch eine Ostertradition mit Geschichte. Besonders im deutschsprachigen Raum, in Österreich und der Schweiz gehört der geflochtene Hefezopf seit dem Mittelalter zum festlichen Osterfrühstück. Die Zopfform symbolisiert die Dreifaltigkeit mit dem Geflecht zwischen Mensch und Gott und dem heiligen Geist – und erinnern so an den religiösen Kern des Osterfestes: die Auferstehung Christi. Der Zopf selbst, in seiner weichen, aufgehenden Form, ist Ausdruck von Leben, Neuanfang und Hoffnung.

    Traditionell wurde der Osterzopf am Ostersonntag serviert, um das Fastenbrechen nach der österlichen Fastenzeit feierlich zu begehen. Nach 40 Tagen des Fastens war das süße, buttrige Gebäck ein ganz besonderer Genuss – und ist es bis heute geblieben.

    So wird der Osterzopf besonders gut

    Ich habe lange mit meinem Osterzopf-Rezept gekämpft – der Teig ist mir immer zu sehr in die Breite aufgegangen und war nicht so fluffig wie ich es mir gewünscht hätte. Erst durch all das Experimentieren mit Brotteigen und -techniken habe ich ein paar Kniffe gelernt, die auch beim Zopf den entscheidenden Unterschied machen: ein Vorteig, eine lange Teigführung und das Dehnen & Falten sorgen für bessere Struktur, mehr Geschmack und länger frische Krume. Aber hier hilft alles reden nicht. Probier es doch einfach selbst mal aus.

    Süße Pâte Fermentée

    Die Pâte Fermentée, ein süßer fermentierter Vorteig, ist ein Stück Teig, das schon Stunden vor dem eigentlichen Kneten vorbereitet wird. Sie besteht aus Mehl, Wasser, Hefe und manchmal etwas Zucker – in der süßen Variante ohne Salz – und darf über Nacht langsam gehen. Das sorgt für eine tiefe Aromatik, bessere Frischhaltung und einen Teig, der sich später wunderbar verarbeiten lässt. In meinem Osterzopf sorgt die süße Pâte Fermentée für diesen leicht malzigen, runden Geschmack und eine stabile, elastische Teigstruktur.

    Autolyse

    Bei der Autolyse werden Mehl und Flüssigkeit zunächst ganz ohne Hefe oder Salz vermischt und für 20–40 Minuten ruhen gelassen. In dieser Zeit beginnt das Mehl zu quellen und das Klebereiweiß (Gluten) bildet sich von ganz allein – ganz ohne Kneten. Das Ergebnis: ein geschmeidiger, dehnbarer Teig, der sich später leichter bearbeiten lässt. Gerade bei Zopf- und Hefeteigen, die oft fettreich sind, macht Autolyse den Unterschied zwischen “gut” und “wow”.

    Dehnen & Falten

    Beim Dehnen und Falten wird der Teig während der Ruhephase ein paar Mal sanft auseinandergezogen und wieder zusammengefaltet. Dadurch wird das Glutengerüst gestärkt, ohne dass der Teig überknetet wird. Es verbessert die Struktur, die Gasretention (also das Halten der Gärungsgase) und sorgt letztlich für eine fluffigere, luftige Krume. Für meinen Osterzopf bedeutet das: Mehr Volumen, ein seidiger Biss – und ein Zopf, der beim Flechten nicht mehr reißt.

    Der perfekte Brotbelag zum Osterzopf

    So richtig gut schmeckt der Osterzopf natürlich pur – aber wenn du ihn belegen möchtest, empfehlen sich:

    Fruchtig:

    • Zitronenmarmelade (mein absoluter Favorit)
    • Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre
    • Orangen-Ingwer-Gelee

    Cremig:

    • Frischkäse + Honig
    • Mascarpone mit Zitronenzucker
    • Ricotta + Erdbeeren

    Herzhaft:

    • milder Ziegenkäse + Feigensenf
    • Butter + grobes Salz

    Einfach zu gut

    Wenn du diesem Rezept folgst, bekommst du einen Zopf, der nicht nur am Backtag fantastisch schmeckt, sondern auch am nächsten Tag noch weich und aromatisch wäre (ganz ohne künstliche Zusätze) – wenn er denn solange überleben würde. Bei uns hat er da leider gar keine Chance.
    Was backst Du am liebsten zu Ostern? Hast Du mein Rezept schon ausprobiert? Schreib mir doch Dein Lieblingsrezept oder Deine Erfahrungen mit meinem Rezept in die Kommentare.

    Osterzopf

    Ein super fluffiger und leckerer Osterzopf.

    Für die süße Pâte Fermentée

    • 100  g Weizenmehl Type 550
    • 65  ml Milch (lauwarm)
    • 8  g Zucker
    • 2  g Salz
    • 2  g Frischhefe

    Für den Hauptteig

    • 400 g Weizenmehl Type 550
    • 170 ml Milch (lauwarm)
    • 10 g Frischhefe
    • 60 g Zucker
    • 1 Ei
    • 2 Eigelb (eines für den Teig, eines zum Bestreichen)
    • 80 g Butter (weich)
    • 6 g Salz
    • Zitronenabrieb (nach Geschmack)
    • Pâte Fermentée (komplett)

    Am Vorabend: Süße Pâte Fermentée vorbereiten

    1. Alle Zutaten für die Pâte Fermentée zu einem glatten, weichen Teig verkneten.
    2. Eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
    3. In eine Schüssel legen, abdecken und über Nacht (12–24 Std) im Kühlschrank reifen lassen.

    Am Backtag Morgens: Autolyseteig ansetzen

    1. Die 400 g Mehl mit den 170 ml Milch mischen und 30 Min abgedeckt stehen lassen.

    Hauptteig vorbereiten

    1. Autolysemasse mit Pâte Fermentée (klein zerpflückt), Hefe, Zucker, Ei, Eigelb, Zitronenabrieb und Salz vermischen und in der Küchenmaschine, zunächst 3 Minuten langsam und dann 10 Minuten schneller, kneten. Dann die weiche Butter in den Teig einarbeiten, so dass es ein elastischer, seidiger Teig wird.

    Stockgare mit Dehnen & Falten

    1. Teig in eine geölte Schüssel geben und für 90 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit, jeweils nach 30 Minuten, dreimal Dehnen & Falten.

    Formen & Stückgare

    1. Den Teig in sechs gleichermaßen Teile aufteilen, zu Strängen von etwa 30 cm Länge formen und flechten. Den Zopf auf ein Blech legen und abgedeckt etwa eine Stunde gehen lassen, bis der Teig deutlich aufgegangen ist.

    Backen

    1. Den Zopf mit Eigelb und Milch bepinseln, optional verzieren. Dann im vorgeheizten Backofen (170 °C Umluft oder 190 °C Ober-/Unterhitze), ca. 30–35 Minuten Backen. Wenn der Zopf Goldbraun ist für den Rest der Backzeit mit Alufolie abdecken. Nach dem Backen auf einem Rost auskühlen lassen.
    Frühstück, Snack
    Deutsch, Österreichisch
    süß, vegetarisch
  • Lagerfeuer mit Kindern: Stockbrot mit Käse & Tomatenpesto

    Lagerfeuer mit Kindern: Stockbrot mit Käse & Tomatenpesto

    Die Tage werden wieder länge, die Temperaturen milder und in den Baumärkten gibt es Feuerschalen im Angebot. Die Kinder wollen natürlich Lagerfeuer machen und Stockbrot backen. Und eigentlich nicht nur die Kinder. Knisterndes Lagerfeuer, und etwas essbares in die Glut halten ist schliesslich toll, oder?

    Unsere früheren Erfahrungen mit Stockbrot waren allerdings leider nicht so toll. Man konnte zwar etwas essbares in die Flammen halten, aber dann war es nachher verbrannt oder hat doch irgendwie fad geschmeckt. Deshalb haben wir unser Stockbrot ein wenig aufgepeppt.

    Käse und Tomatenpesto: Der Geschmack von Sommer und Lagerfeuer auch ohne verbrennen

    Stockbrot gehört zu den schönsten Lagerfeuer-Klassikern überhaupt, die Kinder lieben es. Mit ein paar Extras wird es auch zum echten Highlight für kleine und große Stockbrot-Fans.

    In meiner Variante wird der Teig mit einer würzigen Mischung aus Käse und Pesto von getrockneten Tomaten gefüllt und in Alufolie gewickelt. So gart das Brot sanft und gleichmäßig, ohne zu verbrennen und es schmeckt auch noch absolut großartig.

    Variationen: Weitere großartige Stockbrot Füllungen

    Die Füllung lässt sich frei Variieren, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Hier sind ein paar Ideen, die ich auch empfehlen kann:

    • Mozzarella & Pesto – aromatisch und mediterran
    • Feta, schwarze Oliven & Thymian – herzhaft & würzig
    • Camembert & Preiselbeeren – für den besonderen Geschmack
    • Getrocknete Datteln & Gorgonzola – süß und pikant zugleich

    Und wer mag, kann den fertigen Brotwickel mit ein bisschen Kräuteröl bestreichen oder mit Parmesan verfeinern, das gibt noch ein zusätzliches gaschmackliches Highlight. Aber vorsicht – hier kann auch schon mal was heißes raustropfen.

    Und wie stehst Du zu Stockbrot? Hast Du mein Rezept schon ausprobiert? Zeig mir dein gefülltes Stockbrot auf Instagram oder Pinterest – oder verrate deine Lieblingsfüllung in den Kommentaren!

    Gefülltes Stockbrot mit Pesto und Käse

    Das klassische Lagerfeuer-Stockbrot ein wenig aufgepeppt

    • Stöcke
    • Alufolie

    Für den Teig

    • 500  g Weizenmehl Type 550
    • 10  g Salz
    • 1 TL Zucker oder Honig
    • 10  g frische Hefe
    • 300  ml lauwarmes Wasser
    • 2 EL Olivenöl

    Für die Füllung

    • 100 –150 g geriebener Käse
    • 8 TL Tomatenpesto
    1. Teig vorbereiten: Hefe und Honig im lauwarmen Wasser auflösen, kurz stehen lassen. Mit Mehl, Salz und Olivenöl zu einem glatten, elastischen Teig verkneten (ca. 10 Minuten). Mit bemehlten Händen zu einer Kugel formen und abgedeckt ca. eine Stunde gehen lassen. Der Teig sollte dann sichtbar aufgegangen sein.

    2. Teig formen: Teig in 8 Stücke teilen. Jede Portion vorsichtig lang ziehen und formen, so dass es einen Streifen von etwa 25-30cm Länge und 5cm Breite ergibt. Jetzt etwas Pesto und Käse auf die Mitte geben.



    3. Teig füllen: Den Teig vorsichtig über der Füllung zusammendrücken, so dass es eine längliche Rolle wird.



    4. Stockbrot vorbereiten: Die Teigrolle spiralförmig um einen vorbereiteten Stock wickeln. Der Streifen sollte dabei eher breiter als dicker werden.



    5. Mit Alufolie umwickeln: Den vorbereiteten Stock locker mit Alufolie umhüllen. Die Folie darf den Teig leicht berühren, aber nicht zu eng anliegen – der Teig geht beim Backen noch auf. Enden der Folie verschließen, und dabei ruhig noch einiges vom Stock mit einwickeln.



    6. Backen über dem Feuer: Den Stock mit dem eingewickelten Teig über die Glut halten, nicht direkt in die Flammen. Immer wieder wenden, damit das Brot rundum gleichmäßig gart. Je nach Hitze dauert das etwa 15–20 Minuten.



    Snack
    Deutsch
    Lagerfeuer, Vegan

  • Fluffig und lecker – mein Rezept für klassische Waffeln

    Fluffig und lecker – mein Rezept für klassische Waffeln

    Waffeln sind hier sehr beliebt. Leider habe ich die lange Zeit gar nicht gerne gemacht weil das mit dem Backen immer so ewig lange dauert. Aber mit meinem Mini-Waffeleisen macht es auf einmal wieder Spaß Waffeln zu backen. Also machen wir in letzter Zeit wieder öfters Waffeln.

    Klassische Waffeln auch mal anders

    Damit es nicht langweilig wird variiere ich einfach mein Grundrezept für klassische Waffeln immer ein bisschen. Zum Beispiel mit ein wenig Zimt, mit Schokotropfen oder mit gemahlenen Mohn.
    Ich mag es mit geriebenen Äpfeln am liebsten. Dafür brauchst Du zwei Äpfel. Eine Apfelhälfte wird gerieben und kommt mit in den Teig. Die verbleibenden anderthalb Äpfel werden in dünne Schnitze geschnitten und mit 2-3 EL Wasser, 1EL Zucker und einer Messerspitze Zimt im Topf glasiert. Die glasierten Äpfel gibts dann zu den Waffeln.

    Wie variierst Du Deine Waffeln am liebsten? Schreibs mir in die Kommentare 🙂

    Klassische Waffeln

    Ein einfaches Rezept für klassische Waffeln

    • (Mini-)Waffeleisen
    • 3 Eier
    • 125 g Zucker
    • 1 Pkg. Vanillezucker
    • 250 ml Hafermilch
    • 125 g Margarine
    • 1 TL Backpulver
    • 250 g Mehl
    • 1 Prise Salz
    • 1 EL Öl (für das Waffeleisen)
    1. 1. Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Die Milch und die weiche Margarine hinzugeben und weiter cremig verrühren.

    2. 2. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz vermischen und nach und nach unter den Teig rühren.

    3. 3. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen. In der Zeit dein Waffeleisen vorheizen und leicht mit Öl besprühen. Eine kleine Menge Teig in das Waffeleisen geben und die Waffeln goldbraun backen. Je nach Größe des Waffeleisens dauert das Backen etwa 3-5 Minuten. Die fertigen Waffeln auf einem Rost abkühlen lassen.

    Snack
    Belgisch
    süß, vegetarisch

  • Malen mit Murmeln – Eine einfache kreative Beschäftigung für Kinder

    Malen mit Murmeln – Eine einfache kreative Beschäftigung für Kinder

    Malen mit Murmeln ist eine einfache und kreative Beschäftigung für Kinder. Diese Technik macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch die Feinmotorik und Experimentierfreude. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du mit wenig Material kunterbunte Kunstwerke mit Murmeln gestalten kannst!

    Und was ist toll an Murmelkunst?

    Kinder lieben es, mit Farben zu experimentieren. Murmelkunst bietet eine spannende Alternative zum klassischen Malen mit Pinseln, die einfach richtig viel Spaß macht. Durch das Rollen der Murmeln entstehen willkürliche, einzigartige Muster und farbenfrohe Bilder. Diese einfache Idee eignet sich definitiv schon für Kinder ab 3 Jahren und ist ideal für Regentage oder kreative Nachmittage zu Hause.

    Materialien für Murmelkunst

    Für das Malen mit Murmeln brauchst du nur wenige Dinge, die du vielleicht schon zu Hause hast:

    • Ein Deckel von einem Schuhkarton, ist etwas Karton mit hochgefalteten Kanten
    • Papier (muss in den Karton passen)
    • Murmeln
    • Farbe (Fingerfarben oder verdünnte Acrylfarbe,o.ä.)
    • Teller oder Farbpalette (für die Farben)

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    Anleitung: So funktioniert das Malen mit Murmeln

    • Papier in den Karton legen
    • Farbe vorbereiten: Gib die Farben auf die Palette, damit man die Kugeln darin wälzen kann oder einfach direkt aufs Papier
    • Murmeln rollen lassen: Lege die Murmeln in den Karton und kippe ihn vorsichtig hin und her. Die Murmeln hinterlassen dabei spannende Spuren auf dem Papier.
    Die Murmeln malen bunte Spuren aufs Papier

    Varianten & kreative Ideen für Murmelkunst

    Damit es nicht langweilig wird, kannst du die Technik mit kleinen Variationen anpassen:

    • Versuchs mal mit andersfarbigem Papier oder mit Neon-Farben auf schwarzem Papier
    • Klebe vorher eine Motiv-Schablone (z. B. ein Herz oder ein Tiermotiv) auf das Papier, male mit Murmeln darüber und entferne sie anschließend.

    Und warum ist Murmelkunst jetzt so eine tolle kreative Beschäftigung für Kinder?

    Weil es einfach unglaublich viel Spaß macht und nebenbei auch noch interessante bunte Werke dabei herauskommen. Die Bilder kann man so verwahren oder man verwendet sie zum Basteln. Wir haben mit unseren Bildern Glückwunschkarten gebastelt.
    Das Malen mit Murmeln ist perfekt für kleine Kinderhände und fördert nebenbei noch die Feinmotorik, die Hand-Auge-Koordination und die Konzentration. Und das allerbeste ist, es ist unglaublich schnell vorbereitet und macht trotz der Farben kein Chaos 😀

    Hast Du es schon ausprobiert? Wie sind Deine Erfahrungen und Empfehlungen?

  • Pizza-Waffeln für die Brotdose: Ein leckeres und einfaches Rezept

    Pizza-Waffeln für die Brotdose: Ein leckeres und einfaches Rezept

    Meine Kinder sind einfach keine großartigen Esser. Deshalb versuche ich, die Brotdose möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Ich habe schon vieles ausprobiert – manches kommt gut an, manches weniger. Jetzt habe ich vor einer Weile dieses niedliche Waffeleisen bei Amazon entdeckt. Es ist sehr klein und die Waffeln haben perfektes Brotdosenformat.

    Süße Waffeln sind im Kindergarten nicht gern gesehen, deshalb habe ich mich durch die herzhaften Varianten durch experimentiert. Was richtig gut angekommen ist, sind die Pizza-Waffeln, die ich Dir hier vorstelle.

    Pizza-Waffeln variieren

    Natürlich lässt sich das Rezept wunderbar variieren. Wenn man die Paprika und die Schinkenwürfel weglässt, dann hat man Pizza Margarita Waffeln. Ab hier sind der Phantasie vermutlich kaum Grenzen gesetzt, alles was Du gerne auf der Pizza magst, kann mit in den Teig. Achte nur auf das Teig – Belag Verhältnis. Es sollte nicht zu viel werden.

    Pizza-Waffeln

    Herzhafte Waffeln für die Brotdose der Kinder mit Schinkenwürfeln und Paprika.

    • (Mini-)Waffeleisen
    • 150 g Roggenvollkornmehl
    • 1 TL Backpulver
    • 3 Eier
    • 250 ml Hafermilch
    • 5 g Salz
    • 30 g Tomatenmark
    • 75 g Gouda
    • 60 g vegane Schinkenwürfel
    • 75 g frische PaprIka
    1. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen.

    2. Eier, Milch und Salz in einer separaten Schüssel verrühren.
    3. Die Eier-Mischung zum Mehl geben und mit der Küchenmaschine 3-5 Minuten auf kleiner Stufe verrühren lassen, dann den Teig 10 Minuten ruhen lassen.
    4. Während der Teig ruht die Paprika fein würfeln.
    5. Alle verbleibenden Zutaten vermengen und mit dem Teig verrühren.
    6. Dein Waffeleisen vorheizen und leicht mit Öl besprühen. Eine kleine Menge Teig in das Waffeleisen geben und die Waffeln goldbraun backen. Je nach Größe des Waffeleisens dauert das Backen etwa 3-5 Minuten. Die fertigen Waffeln auf einem Rost abkühlen lassen.

    Das Rezept lässt sich sehr gut variieren. Statt Schinkenwürfeln und Paprika könnte man z.B. auch Thunfisch und Zwiebeln, oder Ananas und Schinkenwürfel. Oder nur Gemüse.

    Snack
    Italienisch
    herzhaft, vegetarisch

    Fazit

    Was soll ich groß sagen, die Waffeln sind total lecker 😀
    Und wenn doch mal was übrig bleiben sollte, dann lassen sich die Waffeln auch gut einfrieren.
    Wie schmecken euch die Waffeln? Hast du eine Lieblingsvariante oder eine kreative Idee für herzhafte Waffeln? Schreib’s in die Kommentare!

  • Riesenseifenblasen selber machen: Das Rezept für stundenlangen Spaß

    Riesenseifenblasen selber machen: Das Rezept für stundenlangen Spaß

    Der erste richtig schöne Tag dieses Jahr und wir haben die Gelegenheit genutzt und im Garten Riesenseifenblasen gemacht. Das ist ein Highlight, das nicht nur den Kindern einen riesen Spaß macht. Und die Seifenblasen zu machen, sie zu bestaunen und durch den ganzen Garten zu jagen macht ja so viel Spaß dass es schwer fällt überhaupt wieder damit aufzuhören, bevor nicht die ganze Seifenblasenflüssigkeit aufgebraucht ist.
    Und das beste ist, diese riesengroßen wunderschön schillernden Seifenblasen zu machen ist überhaupt nicht schwer. Ich verrate Dir hier mein Rezept.

    Mein Rezept für Riesenseifenblasen

    Zutaten:

    • 1 Liter Wasser (ich habe das Wasser erst gefiltert, weil wir hier sehr hartes Leitungswasser haben)
    • 80 ml Geschirrspülmittel (ich habe Fairy Ultra Spülmittelkonzentrat genommen, das eignet sich besonders gut, weil es eine hohe Tensidkonzentration hat. Die hohe Konzentration an Tensiden in „Fairy“ sorgt dafür, dass die Seifenblasen länger halten und größer werden.)
    • 1 TL Tapetenkleister (möglichst ein Methylcellulose-Kleister, dieser enthält Stärke, die in Verbindung mit Wasser und Spülmittel die Seifenblasen stärker und widerstandsfähiger gegen das Platzen macht)
    • 1 TL Puderzucker (Der Zucker zieht Feuchtigkeit an, und hilft so dabei, die Verdunstung des Wassers in der Seifenblase zu verlangsamen. Dadurch bleibt die Blase länger stabil und platzt nicht so schnell. Außerdem trägt der Zucker zur Elastizität der Blasenhaut bei, wodurch die Blasen widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse werden. 
    • 2 TL Glycerin (Das hat auch nochmal dieselbe Wirkung wie der Zucker. Das Glycerin bekommst Du in der Apotheke.)
    • Eine große Flasche. Ich habe eine leere Waschmittelflasche genommen, die hat zum einen genug Fassungsvermögen und zum anderen eine breite Öffnung, was das Einfüllen der Zutaten schon sehr erleichtert.

    Außerdem:

    • Zwei Stäbe, ich habe dünne Bambusstäbe verwendet
    • Eine Kordel (4mm dick, etwa 75-100cm lang)
    • Panzertape, und eine Mutter, die als kleines Gewicht dienen kann.

    Insgesamt ist das schon ganz schön viel, was da neben dem Spülmittelkonzentrat beigemischt wird. All diese Zutaten sorgen dafür, dass das mit den Riesenseifenblasen überhaupt funktioniert. Aber man darf es hier nicht übertreiben.

    Zubereitung:

    • Zuerst den Tapetenkleister anrühren. Dazu den Kleister mit etwa 250 ml des kalten Wassers mischen und 10–15 Minuten quellen lassen. Es sollte eine leicht dickflüssige Lösung entstehen.
    • Währenddessen einen weiteren Teil des Wassers ein wenig erwärmen und den Puderzucker darin auflösen. Der Rest des Wassers kommt in die große Flasche.
    • Nach 15 Minuten, wenn der Kleister gut eingedickt ist, kann er zusammen mit der Zuckerlösung in die Flasche gegeben werden.
    • Nun das Glycerin hinzugeben.
    • Zuletzt das Spülmittel hinzugeben und vorsichtig unterrühren oder die Flasche vorsichtig schwenken, damit sich alle Zutaten gut vermengen aber kein Schaum entsteht.
    • Diese Mischung jetzt mindestens eine Stunde, besser über Nacht, stehen lassen.

    Falls die Mischung nicht stabil genug ist, etwas mehr Kleister oder Glycerin hinzufügen.

    Die Seifenblasenstäbe basteln:

    • Die Mutter auf die Kordel Fäden und die Kordel zu einer Schlinge Knoten. Im Abstand von etwa 3cm vom ersten Knoten einen zweiten Knoten setzen
    • Die Schlinge zu einem gleichseitigen Dreieck auslegen, so dass die zwei Knoten an einer Ecke des Dreiecks sind. An einer weiteren Ecke des Dreiecks noch mal zwei Knoten setzen wie an der ersten Ecke. Die Mutter sollte dabei auf dem längeren Abschnitt landen.
    • Mit etwas Panzertape kann das Band jetzt an den Enden der Stäbe befestigt werden. Das Tape verläuft dabei jeweils zwischen den beiden nah beieinander angebrachten Knoten.

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    Fazit

    Riesenseifenblasen sind nicht nur ein spektakulärer Anblick, sondern auch eine tolle Möglichkeit, Kindern (und Erwachsenen) stundenlangen Spaß zu bereiten. Mit nur wenigen Zutaten und einfachen Materialien lässt sich das alles einfach zuhause herstellen und es ist noch kostengünstiger als die fertig gekaufte Seifenblasenmischung. Ich bin ganz begeistert. Und falls Du es nach machst, dann hoffe ich, dass es bei Dir auch so toll klappt. Erzähl doch mal 🙂