Schlagwörter

Buchempfehlung: Oscar et la dame rose

Ich hab kürzlich das Buch “Oscar et la dame rose” von Éric-Emmanuel Schmitt beendet. Ein Buch über das Leben, den Tod, Glauben und Gott. Ein Buch über einen 10-jährigen Jungen, der wegen nicht heilbarer Leukämie im Krankenhaus ist und Briefe an Gott schreibt.
Oma Rosa ist eine der „Damen in Rosa“, die ehrenamtlich kranke Kinder betreuen. Sie besucht Oscar regelmäßig im Krankenhaus und erzählt ihm fantasievolle Geschichten aus ihrer angeblichen Vergangenheit als Catcherin. Durch ihren Humor, ihre Weisheit und ihre einfühlsame Art hilft sie Oscar, seine verbleibende Zeit mit Freude und Mut zu erleben. Sie gibt ihm den Rat, so zu tun, als wäre jeder seiner Tage zehn Jahre seines Leben, so dass er in seiner Vorstellung ein ganzes Leben erlebt.
Durch Briefe an Gott verarbeitet Oscar seine Ängste, Hoffnungen und Gedanken über das Leben und den Tod.

Das Buch besticht durch seine einfühlsame und tiefgründige Erzählweise. Besonders beeindruckend ist, wie es ernste Themen wie Krankheit und Tod mit Leichtigkeit, Humor und Lebensweisheit verbindet. Die kindliche Perspektive macht die Geschichte besonders berührend. Es ist eine Geschichte über das Leben, die Liebe und die Kraft der Vorstellung. Ich kann das Buch nur empfehlen!

“Nous oublions que la vie est fragile, friable, éphémère. Nous faisons tous semblant d’être immortels.”

“Wir vergessen, dass das Leben empfindlich, zerbrechlich, vergänglich ist. Wir machen uns vor unsterblich zu sein”

“Il faut distinguer deux peines, la souffrance physique et la souffrance morale. La souffrance physique, on la subit. La souffrance morale, on la choisit.”

“Man muss zwischen zwei Leiden unterscheiden, dem physischen und dem seelischen. Das physische Leiden muss man hinnehmen und erdulden. Das seelische Leiden wählt man.”

“En fait, je n’ai pas peur de l’inconnu. C’est juste que ça m’ennuie de perdre ce que je connais.”

“Tatsächlich habe ich keine Angst vor dem Unbekannten. Ich will nur nicht die Dinge verlieren die ich kenne”

“J’ai compris que tu es là. Que tu me disais ton secret: regarde chaque jour le monde comme si c’ètait la première fois.
Alors j’ai suivi ton conseil et je me suis appliqué. La première fois. Je contemplais la lumière, les couleurs, les arbres, les oiseaux, les animaux. Je sentais l’air passer dans mes narines et me faire respirer. J’entendais les voix qui montaient dans le couloir comme dans la voûte d’une cathédrale. Je me trouvais vivant. Je frissonnais de pure joie. Le bonheure d’exister. J’étais émerveillé.”

„Ich habe verstanden, dass du da bist. Dass du mir dein Geheimnis verraten hast: Sieh dir die Welt jeden Tag an, als wäre es das erste Mal.
Also habe ich deinen Rat befolgt und mich darauf eingelassen. Zum ersten Mal. Ich betrachtete das Licht, die Farben, die Bäume, die Vögel, die Tiere. Ich spürte die Luft durch meine Nasenflügel strömen und mich atmen lassen. Ich hörte die Stimmen, die den Flur hinaufstiegen wie in das Gewölbe einer Kathedrale. Ich fühlte mich lebendig. Ich erschauderte vor purer Freude. Das Glück, zu existieren. Ich war voller Staunen.“

Schreibe einen Kommentar