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  • Family Date Night: So planen wir gemeinsame Highlights ein. Und ihr könnt das ganz einfach nachmachen

    Family Date Night: So planen wir gemeinsame Highlights ein. Und ihr könnt das ganz einfach nachmachen

    Kennt ihr das? Zwischen Brotdosen packen, Wäschebergen, Terminen und dem alltäglichen „Räum dein Zimmer auf“ bleibt manchmal das Wichtigste ein bisschen auf der Strecke: die gemeinsame Zeit ohne Alltagsstress, in der man gemeinsam was schönes erleben kann. Einfach nur gemeinsam Spaß haben.

    Über das Konzept der „Family Date Night“ bin ich zufällig auf Instagram gestolpert. Das hat mich sofort begeistert – und nicht nur weil in dem Beitrag gemalt wurde. Die Idee, ganz bewusst einen festen Termin im Kalender zu blocken – nur für uns und die Kinder – und dann etwas zu unternehmen, das aus dem Alltagstrott heraussticht. Ein Date. Aber mit der ganzen Familie. Das ist doch eine grandiose Idee. Also hab ich unsere erste Date Night geplant. Und dann direkt die zweite. Und jetzt ist die „Family Date Night“ bei uns im Alltags Chaos fest verankert.

    Was ist eine Family Date Night überhaupt?

    Ganz einfach: Es ist ein fester Zeitpunkt in der Woche oder im Monat, den ihr bewusst als Familie verbringt. Es geht nicht um große Geschenke oder teure Unternehmungen. Es geht um Quality Time. Um gemeinsame Erlebnisse, um Lachen, um Reden und um das Gefühl: „Hey, wir sind ein gutes Team!“

    Handys bleiben in der Schublade. (Außer mal kurz für Fotos). Es gibt nur uns, eine gemeinsame Aktivität und meistens etwas Leckeres zu essen.

    Unsere ersten Schritte & warum es sich lohnt

    Am Anfang wusste ich nicht so recht, wie ich es angehen soll. Wie aufwändig wird das? Was kann man dann so machen damit es immer etwas besonderes ist? Erst einmal ausprobieren und dann vielleicht ein monatliches Event?

    Aber es ist einfach zu gut und jetzt ist bereits jeder zweite Freitag Abend im Kalender geblockt. Was wir machen ist jedes Mal eine Überraschung, die Kinder erwarten es schon immer mit Spannung. Und dazu gibt es was zu essen. Nur kein klassisches Abendessen. Ein Fingerfood-Buffett beim Malen oder Picknick auf dem Wohnzimmerboden zum Pflanzen säen und eintopfen hatten wir schon. Und man kann ja auch gute Ideen wiederholen und neu mischen.

    Wir haben jetzt auch eine kleine „Ideen-Box“ gebastelt, in die jeder Vorschläge werfen kann, was wir gemeinsam machen könnten.

    Warum es sich für uns lohnt:

    • Die Kinder freuen sich die ganze Woche auf „unseren“ Abend.
    • Beim den gemeinsamen Aktivitäten kommen manchmal auch richtig schöne Gespräche auf
    • Es entstehen Erinnerungen an Momente, die bleiben.

    Ganz einfach nachmachen – 3 erste Ideen

    Ihr müsst nicht gleich das große Programm planen. Fangt klein an! Hier sind drei super einfache Ideen für euren Start.

    1. Kreativ und bunt: Gemeinsam malen. Das war unsere erste Date Night und die war so gut, das wird wiederholt haben. Es empfiehlt sich dafür den Tisch mit Papier zu verkleiden oder eine große Basteltischdecke zu verwenden. Bei Action gibt es kleine Tischstaffeleien, Leinwände, Pinsel und Farben. Ein kleines Fingerfood-Buffett rundet alles ab. Entweder es wird frei gemalt oder mit lustige Aufgaben.
    2. Perfekt in Frühling: Ein Pflanzabend. Den Tisch abdecken, einen Berg Erde in die Mitte, Samen, Löffel und Pflanztöpfchen drumherum und dann kann es auch schon losgehen. Das Abendbrot gab’s bei uns dazu als Picknick auf dem Boden. Die Kinder finden es toll und so sind Essen und Erde gut räumlich getrennt.
    3. Wohnzimmer-Camping. Aus Stühlen, Kissen und Decken wird eine gemütliche Höhle gebaut. Drinnen gibt’s dann selbst ausgedachte Geschichten oder es werden Bücher gelesen. Und dazu gibt’s Stockbrot (aus dem Backofen), für das Lagerfeuerfeeling.

    Eine neue Reihe auf Sweet Chaos

    Dieser Beitrag ist der offizielle Startschuss für eine ganz neue Reihe hier auf dem Blog! Ich möchte euch regelmäßig mitnehmen und unsere persönlichen Family Date Night Ideen vorstellen. Ich weiß noch nicht was kommen wird, aber ich bin gerade recht zuversichtlich dass da noch schöne Ideen auf uns zukommen. Und ich werde neue Ideen und Date Nights die wir gemacht haben hier nach und nach verlinken.

    Habt ihr schon Erfahrungen mit einer festen Familienzeit? Oder vielleicht auch eine richtig coole Idee, die wir unbedingt ausprobieren müssen? Dann lasst es mich in den Kommentaren wissen! Ich bin schon so gespannt auf eure Vorschläge.

  • Ginger Bug: Der natürliche Starter für fermentierte Limonade

    Ginger Bug: Der natürliche Starter für fermentierte Limonade

    Hast du schon einmal von einem Ginger Bug gehört? Diese sprudelnde Ingwerkultur ist ein echtes Fermentationswunder und bringt ganz ohne industrielle Zusatzstoffe herrlich prickelnde, probiotische Getränke hervor. In diesem Beitrag zeige ich dir, was ein Ginger Bug ist, woher er kommt, welche Vorteile er hat und wie du ihn ganz einfach selbst herstellen kannst.

    Was ist ein Ginger Bug? – Herkunft & Geschichte

    Der Ginger Bug ist eine natürliche Fermentationskultur aus frischem Ingwer, Zucker und Wasser. Er wird verwendet, um hausgemachte fermentierte Limonaden, Ginger Ale oder Root Beer auf natürliche Weise mit Kohlensäure zu versetzen – ganz ähnlich wie Sauerteig beim Brot.

    Seine Wurzeln reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert, als in Großbritannien und Nordamerika Ginger Beer noch auf traditionelle Weise gebraut wurde. Anstelle von Industriehefe nutzte man die wilde Hefe, die natürlicherweise auf der Schale von unbehandeltem Ingwer vorkommt. Diese Tradition wurde in vielen Haushalten weitergegeben – und erlebt heute, im Zuge der Fermentationsbewegung, eine kleine Renaissance.

    Vorteile des Ginger Bugs

    Ginger Bug zu führen und damit Limonaden anzusetzen ist total einfach und auch günstig. Man braucht ja nur Ingwer, Zucker und Wasser. Man nutzt natürliche fermentierung um, bei voller Kontrolle der Zutaten, sprudelnde Ginger Bug Limonaden herzustellen. Und ein bißchchen gesund ist es auch – die enthaltenen Milchsäurebakterien und wilden Hefen können die Darmgesundheit unterstützen. Natürlich bleibt es eine gesüßte Limonade. Es ist nachhaltig und individuell anpassbar: Von Zitronenlimonade bis Hibiskus-Ingwer-Drink – alles was man sich ausdenken kann, kann man ausprobieren.

    Ist Ginger-Bug-Limonade für Kinder geeignet?

    Ja, in der Regel schon. Die durch Fermentation entstehende Menge Alkohol ist sehr gering (meist unter 0,5 Vol.-%), vergleichbar mit Apfelsaft oder Kefir – vorausgesetzt, du beachtest ein paar Dinge:

    Kurze Gärzeit: Nach 1–2 Tagen Raumtemperatur solltest du das Getränk in den Kühlschrank stellen, um die Gärung zu verlangsamen. Nicht zu lange oder zu warm stehen lassen: Je länger die Fermentation, desto mehr Alkohol und Sprudel. Bei zu warmer Umgebung geschieht das auch etwas schneller.

    Ginger Bug selbst herstellen – die Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Zutaten für den Ansatz (Tag 1):

    2 EL frisch in Scheiben geschnittenen Bio-Ingwer, mit Schale! 2 EL Rohrohrzucker, 200 ml stilles Wasser (gefiltert oder abgekocht und abgekühlt)

    Zum täglichen Füttern (Tage 2–7):

    je 1 EL in Scheiben geschnittenen Bio-Ingwer, immer mit Schale, je 1 EL Rohrzucker

    Zubereitung:

    1. Starter ansetzen (Tag 1):

    Gib Ingwer, Zucker und Wasser in ein sauberes Glas. Das Glas sollte mindestens für 500 ml ausgelegt sein. Rühre gut um und decke das Glas locker mit einem Stofftuch oder Deckel ohne Dichtung ab. Stelle es an einen warmen Ort (idealerweise 20–25 °C).

    2. Täglich füttern (für 5–7 Tage):

    Füge jeden Tag zur gleichen Zeit je 1 EL in Scheiben geschnittenen Ingwer und 1 EL Rohrzucker hinzu. Rühre gut um und decke das Glas wieder locker ab.

    3. Beobachten:

    Nach 3–5 Tagen beginnt der Bug leicht zu sprudeln und riecht hefig-frisch. Es können Bläschen aufsteigen, leichte Trübung und Bodensatz sind normal.

    4. Fertig!

    Wenn dein Ginger Bug lebhaft blubbert, kannst du ihn als Starter verwenden. Verwende ca. 6–8 EL des Ginger Bug auf 1 Liter Getränk.

    Lagerung & Pflege:

    Im Kühlschrank hält der Ginger Bug sich etwa eine Woche. Dann fütterst Du ihn wie gewohnt und lässt ihn noch ein paar Stunden bei Raumtemperatur stehen, bevor Du ihn wieder in den Kühlschrank stellst. Um Limonaden anzusetzen kannst Du den Ginger Bug direkt aus dem Kühlschrank verwenden.

    Mein Favorit: Zitronen-Holunder Limonade

    Vermische dafür den Saft von einer großen Zitrone mit soviel Holundersirup bis es nicht mehr sauer sondern gerade angenehm süß ist. Gib die Mischung in eine 1L Flasche. Füge dann 8-10 EL Ginger Bug hinzu und fülle die Flasche mit stillem Wasser auf. Verschließe die Flasche ins lasse sie bei Raumtemperatur stehen bis sie leicht zu sprudeln anfängt, dann sollte sie in den Kühlschrank und bald getrunken werden.

    Hast Du die Ginger Bug Limonade schon ausprobiert? Was ist Dein liebstes Rezept? Schreibs mir in die Kommentare!

  • Mein Osterzopf Rezept – fluffig, aromatisch & super lecker

    Mein Osterzopf Rezept – fluffig, aromatisch & super lecker

    Ostern steht schon vor der Tür. Und ein frisch gebackener Osterzopf gehört zu den schönsten Traditionen rund um das Osterfest. Ob beim Brunch, als Mitbringsel oder einfach zum Sonntagskaffee – dieses fluffige, goldbraune Hefegebäck ist ein echter Klassiker. Und dieser Osterzopf ist bei uns ganz besonders beliebt. Bei den Kindern, weil er einfach so fluffig und lecker ist und bei mir, weil ich endlich ein Rezept habe, bei dem der Teig beim letzten gehen nicht mehr nur in die breite geht und der Stuten endlich mal so richtig schön fluffig ist. Probier dieses Rezept unbedingt mal aus!

    Tradition & Herkunft des Osterzopfes

    Der Osterzopf ist mehr als nur ein besonders leckeres Gebäck – es ist auch eine Ostertradition mit Geschichte. Besonders im deutschsprachigen Raum, in Österreich und der Schweiz gehört der geflochtene Hefezopf seit dem Mittelalter zum festlichen Osterfrühstück. Die Zopfform symbolisiert die Dreifaltigkeit mit dem Geflecht zwischen Mensch und Gott und dem heiligen Geist – und erinnern so an den religiösen Kern des Osterfestes: die Auferstehung Christi. Der Zopf selbst, in seiner weichen, aufgehenden Form, ist Ausdruck von Leben, Neuanfang und Hoffnung.

    Traditionell wurde der Osterzopf am Ostersonntag serviert, um das Fastenbrechen nach der österlichen Fastenzeit feierlich zu begehen. Nach 40 Tagen des Fastens war das süße, buttrige Gebäck ein ganz besonderer Genuss – und ist es bis heute geblieben.

    So wird der Osterzopf besonders gut

    Ich habe lange mit meinem Osterzopf-Rezept gekämpft – der Teig ist mir immer zu sehr in die Breite aufgegangen und war nicht so fluffig wie ich es mir gewünscht hätte. Erst durch all das Experimentieren mit Brotteigen und -techniken habe ich ein paar Kniffe gelernt, die auch beim Zopf den entscheidenden Unterschied machen: ein Vorteig, eine lange Teigführung und das Dehnen & Falten sorgen für bessere Struktur, mehr Geschmack und länger frische Krume. Aber hier hilft alles reden nicht. Probier es doch einfach selbst mal aus.

    Süße Pâte Fermentée

    Die Pâte Fermentée, ein süßer fermentierter Vorteig, ist ein Stück Teig, das schon Stunden vor dem eigentlichen Kneten vorbereitet wird. Sie besteht aus Mehl, Wasser, Hefe und manchmal etwas Zucker – in der süßen Variante ohne Salz – und darf über Nacht langsam gehen. Das sorgt für eine tiefe Aromatik, bessere Frischhaltung und einen Teig, der sich später wunderbar verarbeiten lässt. In meinem Osterzopf sorgt die süße Pâte Fermentée für diesen leicht malzigen, runden Geschmack und eine stabile, elastische Teigstruktur.

    Autolyse

    Bei der Autolyse werden Mehl und Flüssigkeit zunächst ganz ohne Hefe oder Salz vermischt und für 20–40 Minuten ruhen gelassen. In dieser Zeit beginnt das Mehl zu quellen und das Klebereiweiß (Gluten) bildet sich von ganz allein – ganz ohne Kneten. Das Ergebnis: ein geschmeidiger, dehnbarer Teig, der sich später leichter bearbeiten lässt. Gerade bei Zopf- und Hefeteigen, die oft fettreich sind, macht Autolyse den Unterschied zwischen “gut” und “wow”.

    Dehnen & Falten

    Beim Dehnen und Falten wird der Teig während der Ruhephase ein paar Mal sanft auseinandergezogen und wieder zusammengefaltet. Dadurch wird das Glutengerüst gestärkt, ohne dass der Teig überknetet wird. Es verbessert die Struktur, die Gasretention (also das Halten der Gärungsgase) und sorgt letztlich für eine fluffigere, luftige Krume. Für meinen Osterzopf bedeutet das: Mehr Volumen, ein seidiger Biss – und ein Zopf, der beim Flechten nicht mehr reißt.

    Der perfekte Brotbelag zum Osterzopf

    So richtig gut schmeckt der Osterzopf natürlich pur – aber wenn du ihn belegen möchtest, empfehlen sich:

    Fruchtig:

    • Zitronenmarmelade (mein absoluter Favorit)
    • Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre
    • Orangen-Ingwer-Gelee

    Cremig:

    • Frischkäse + Honig
    • Mascarpone mit Zitronenzucker
    • Ricotta + Erdbeeren

    Herzhaft:

    • milder Ziegenkäse + Feigensenf
    • Butter + grobes Salz

    Einfach zu gut

    Wenn du diesem Rezept folgst, bekommst du einen Zopf, der nicht nur am Backtag fantastisch schmeckt, sondern auch am nächsten Tag noch weich und aromatisch wäre (ganz ohne künstliche Zusätze) – wenn er denn solange überleben würde. Bei uns hat er da leider gar keine Chance.
    Was backst Du am liebsten zu Ostern? Hast Du mein Rezept schon ausprobiert? Schreib mir doch Dein Lieblingsrezept oder Deine Erfahrungen mit meinem Rezept in die Kommentare.

    Osterzopf

    Ein super fluffiger und leckerer Osterzopf.

    Für die süße Pâte Fermentée

    • 100  g Weizenmehl Type 550
    • 65  ml Milch (lauwarm)
    • 8  g Zucker
    • 2  g Salz
    • 2  g Frischhefe

    Für den Hauptteig

    • 400 g Weizenmehl Type 550
    • 170 ml Milch (lauwarm)
    • 10 g Frischhefe
    • 60 g Zucker
    • 1 Ei
    • 2 Eigelb (eines für den Teig, eines zum Bestreichen)
    • 80 g Butter (weich)
    • 6 g Salz
    • Zitronenabrieb (nach Geschmack)
    • Pâte Fermentée (komplett)

    Am Vorabend: Süße Pâte Fermentée vorbereiten

    1. Alle Zutaten für die Pâte Fermentée zu einem glatten, weichen Teig verkneten.
    2. Eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
    3. In eine Schüssel legen, abdecken und über Nacht (12–24 Std) im Kühlschrank reifen lassen.

    Am Backtag Morgens: Autolyseteig ansetzen

    1. Die 400 g Mehl mit den 170 ml Milch mischen und 30 Min abgedeckt stehen lassen.

    Hauptteig vorbereiten

    1. Autolysemasse mit Pâte Fermentée (klein zerpflückt), Hefe, Zucker, Ei, Eigelb, Zitronenabrieb und Salz vermischen und in der Küchenmaschine, zunächst 3 Minuten langsam und dann 10 Minuten schneller, kneten. Dann die weiche Butter in den Teig einarbeiten, so dass es ein elastischer, seidiger Teig wird.

    Stockgare mit Dehnen & Falten

    1. Teig in eine geölte Schüssel geben und für 90 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit, jeweils nach 30 Minuten, dreimal Dehnen & Falten.

    Formen & Stückgare

    1. Den Teig in sechs gleichermaßen Teile aufteilen, zu Strängen von etwa 30 cm Länge formen und flechten. Den Zopf auf ein Blech legen und abgedeckt etwa eine Stunde gehen lassen, bis der Teig deutlich aufgegangen ist.

    Backen

    1. Den Zopf mit Eigelb und Milch bepinseln, optional verzieren. Dann im vorgeheizten Backofen (170 °C Umluft oder 190 °C Ober-/Unterhitze), ca. 30–35 Minuten Backen. Wenn der Zopf Goldbraun ist für den Rest der Backzeit mit Alufolie abdecken. Nach dem Backen auf einem Rost auskühlen lassen.
    Frühstück, Snack
    Deutsch, Österreichisch
    süß, vegetarisch
  • Warum eigentlich Plastik

    Warum eigentlich Plastik

    Kürzlich bin ich im Laden über das Stern ‚View‘ Magazin gestolpert, die Sonderausgabe Tiere mit den besten Tierbildern aller Zeiten, wie der Titel verspricht. Ein schönes Magazin mit vielen tollen Fotos und schönen Geschichten dazu. Aber was mich wirklich schockiert hat und nicht wieder loslässt war ein Artikel über einen toten Baby-Albatross. Dieser Baby-Albatross starb, weil die Eltern Nahrungsmittel nicht von essbarem unterscheiden konnten. Die beiden Bilder zeigten nur den toten Baby Albatross und den Inhalt seines Magens, an dem er starb. Das das alles nur Plastik Müll war muss ich jetzt wohl nicht mehr erwähnen.

    Plastik(müll) belastet unsere Umwelt
    Ich wollte diesen Artikel online teilen und habe danach gesucht. Leider ist der Artikel online nicht verfügbar, aber das habe ich erst später gemerkt. Meine ersten Suchversuche waren für speziell diesen Artikel wohl eher ungeschickt, aber was ich gefunden habe war auch nicht viel besser. Habt ihr schonmal eine Newssuche nach ‚Plastik‘ gemacht? Also ich schon.
    Ich liste mal die ersten zehn Suchergebnisse, die ich erhalten habe hier auf, das bedarf dann wohl keiner weiteren Erklärung mehr.
    Zwei der zehn Suchergebnisse waren Artikel über Gegenstände die jetzt neu als Plastikversion erhältlich sind (Tischtennisbälle und das HTC one M8). Darüber hinaus habe ich diese acht Suchergebnisse erhalten:
    Plastik statt Plankton : Müll-Kontinente treiben im Meer
    Fast die Hälfte ist Plastik: Müll überall auf Europas Meeresboden
    Mehr Plastik als Jungfische in der Donau
    EU-Parlament will Plastikmüll verringern
    Vermüllung der Meere
    Verschmutzte Ozeane: Wracksuche zwischen Plastikmüll und Geisternetzen
    Europas Meere sind die weltgrößte Müllhalde – Plastik-Müll ist schon bis in die Arktis vorgedrungen
    Müll im Meer: Vermüllte Meere
    Das ist auf jeden Fall ein trauriges und beunruhigendes Ergebnis.

    Aber wir sortieren und recyclen doch alles..
    Ja und das ist auch auf jeden Fall gut so, aber brauchen wir wirklich das ganze Plastik, das teilweise nur produziert wird um Dinge vom Geschäft nach Hause zu transportieren und dann im Müll zu landen?
    Die Kunststoffabfallmenge hat sich in Deutschland im Zeitraum von 1994 bis 2011 von 2,8 auf ca. 5,5 Millionen Tonnen pro Jahr beinahe verdoppelt, hauptsächlich durch den Zuwachs an Müll beim Endverbraucher. Das entspricht ungefähr dem Gewicht von zwei Cheops-Pyramiden. Recycelt werden lediglich 42 Prozent des Plastikmülls. 52 Prozent werden verbrannt und gehen damit der Kreislaufwirtschaft für immer verloren.“ (Quelle: bund.net). Hinzu kommt, dass in die Gelbe Tonne in erster Linie Verpackungsmaterialien gehören. Die alte Zahnbürste, das Bobbycar oder der Griff der kaputten Bratpfanne, Plastikspielzeug sowie gebrauchte Feuerzeuge gehören hier nicht rein. Und das sind ja nur ein paar Beispiele. Hinzu kommt das Plastik schwer zu recyclen ist, da jeder Plastik anders ist und nicht generell wieder in seine ursprünglichen Bestandteile zerlegt werden kann und für die Produktion letzten Endes das neu produzierte Plastik einfach günstiger ist. So entsteht aus den Plastikabfällen in der ersten Recyclingrunde dann vielleicht eine neue Parkbank oder ein Pullover. Aber was wird aus diesen Recycleten Produkten wenn sie mal nicht mehr benötigt werden?

    Es ist nicht leicht einkaufen zu gehen, wenn man Plastik vermeiden möchte
    Es ist nicht leicht einkaufen zu gehen, wenn man Plastik vermeiden möchte

    Plastik verändert unsere Lebensmittel
    Plastik ist für mich ja schon ein Thema, seit ich den Film Plastic Planet gesehen habe. Speziell im Zusammenhang mit Lebensmitteln fand ich diese Doku beinahe schon verstörend, weshalb wir schon eine Weile versuchen Plastik und Lebensmittel so gut wie möglich zu trennen.
    Der Vollständigkeit halber habe ich auch mal nach ‚Plastik Lebensmittel‘ gesucht. Hier mal ein paar der Ergebnisse:
    Unterschätzte Gefahr: Plastikteilchen verunreinigen Lebensmittel
    Weichmacher in Plastik
    Plastikteilchen nicht nur in Lebensmitteln gefunden – nein auch in der Luft!
    Kunststoffverpackungen: Schädlich für Lebensmittel?
    Wenn ihr euch die voll Dröhnung geben möchtet, dann schaut euch mal die Doku ‚Plastic Planet‘ an, die beleuchtet das ganze noch ein wenig genauer.

    Mikroplastikteilchen lassen sich nicht aus unserem Wasser filtern
    Und als wäre das alles nicht schon genug gibt es auch noch das Problem mit Mikroplastik. Der BUND, hat verschiedene Kampagnen (ich möchte fast sagen gegen Plastik) für einen bewussten Umgang mit Plastik gestartet, darunter auch die Aktion #Plastikfasten zur Fastenzeit, vielleicht habt ihr das mitbekommen? Jedenfalls machen sie auf ihrer Homepage aber auch noch auf ein weiteres Problem mit Plastik aufmerksam, nämlich auf Mikroplastik. Kleinste Plastikteilchen, die u.a. Kosmetika beigemischt werden (bspw. Peelings oder Zahnpasta), die nach Verwendung im Abwasser landen aber mit den heutigen Verfahren nicht mehr herausgefiltert werden können und so ungehindert in die Gewässer und unsere Umwelt gelangen. Das kleinste Plastikteilchen dann irgendwann im Honig zu finden sind wundert dann eigentlich nicht mehr.
    Plastik besitzt die Eigenschaft, Schadstoffe an der Oberfläche anzureichern, welche bei der Aufnahme im Margen-Darm-Trakt wieder freigesetzt werden können. Viele der Schadstoffe besitzen hormonähnliche Wirkungen, mit schwerwiegenden Folgen für den Organismus. Sie können Schleimhautverletzungen bei Tieren hervorrufen und dazu führen, dass diese bei vollem Magen verhungern. Auch die Aufnahme in umliegende Gewebe ist bekannt. Infolgedessen kann sich das Mikroplastik mit seinen Schadstoffen in der Nahrungskette anreichern und bis auf unsere Teller gelangen.“ (Quelle: BUND.net)

    Und wohin will ich hier eigentlich mit meinen Ausführungen?
    Ich könnte das hier alles noch weiter ausführen, aber denke ich es wird schon klar worauf ich hinaus will: Plastik ist nicht gut für uns und unsere Umwelt und wir sollten ganz dringend umdenken!
    Ich will jetzt nicht sagen, kauft bloß kein Plastik mehr und seht zu dass ihr alles was da ist sofort los werdet. Nein, es soll ja nicht unnötig ganz spontan noch mehr Müll erzeugt werden; und mal ehrlich: so selbstverständlich wie Plastik in unserem Alltag ist glaube ich im Moment eh nicht, dass ein Alltag ganz ohne Plastik möglich wäre. Aber was definitiv möglich wäre ist es sich das Problem bewusst zu machen und bewusst und vernünftig damit umzugehen.

    Also was tun?
    Das muss wohl jeder seinen eigenen Weg finden. Aber für den der was ändern möchte, möchte ich noch ein paar Erfahrungen mitgeben. Und zwar das wichtigste: wenn man versucht alles auf einmal umzustellen dann ist man schon beim ersten Versuch einkaufen zu gehen komplett überfordert. Einfacher ist es kleiningkeiten umzustellen und wenn man sich an eine gewöhnt hat eine nächste zu ändern. Hier mal ein paar Dinge, die wir uns angewöhnt haben:
    * Einen Leinenbeutel dabei haben und nicht Plastiktüten kaufen, die man zu Hause wieder weg wirft.
    * Obst/Gemüse lose kaufen ohne eine Obsttüte zu nehmen die zuhause als erstes in den Müll wandert
    * Auf Kosmetika verzichten, die Mikroplastik enthalten
    * Keine unnötig verpackten Dinge kaufen (Bsp. Gurken, warum sind einige nochmal eingeschweisst???)
    * Getränke in Glasflaschen kaufen
    * Aufschnitt an der Theke kaufen, das ist zwar noch nicht plastikfrei aber schonmal besser
    * Brot beim Bäcker am Stück kaufen
    * auf Plastikverpacktes so gut es geht verzichten.
    Der BUND hat dazu auch noch ein paar Tipps zusammengestellt.
    Und wenn ihr auch noch einfach zu realisierende Ideen habt, dann immer her damit 🙂


  • Der erste Schnee

    Der erste Schnee

    Diese Woche gab es auf dem Weg zur Arbeit den ersten Schnee für diesen Winter und an einer Stelle der Strecke war es so schön, dass ich gar nicht anders konnte als anzuhalten und mit der Kamera durch den Schnee zu rennen um zu versuchen das in ein paar Fotos fest zu halten.

    „Ei, du liebe, liebe Zeit,
    ei, wie hat´ s geschneit, geschneit!
    Rings herum, wie ich mich dreh´ ,
    nichts als Schnee und lauter Schnee.
    Wald und Wiesen, Hof und Hecken,
    alles steckt in weißen Decken.“

    (Friedrich Wilhelm Güll, 1812-1879, deutscher Dichter)



  • Buchempfehlung: A hat full of Sky

    Ich habe gerade das Buch „A hat full of Sky“ von Terry Pratchett beendet. Die Scheibenwelt-Romane sind einfach immer wieder gut. Und die mit Tiffany Aching ganz besonders 🙂
    A Hat Full of Sky“ von Terry Pratchett ist der zweite Band der „Tiffany Aching“-Reihe und setzt die Reise der jungen Hexe Tiffany fort. Nachdem Tiffany das Handwerk der Hexerei in ihrer Heimat erlernt hat, begibt sie sich auf eine Reise, um bei einer anderen Hexe zu lernen und ihre magischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Doch schon bald muss sie feststellen, dass das Leben einer Hexe alles andere als einfach ist.
    Wie bereits das erste Buch der Reihe ist auch dieses absolut fesselnd und voller Humor. Eine ganz klare Leseempfehlung!

    „The reward you get for digging holes is a bigger shovel?“

    „There were tears, of course, but they were for those who were left; those who had gone on did not need them.“

  • Buchempfehlung: Oscar et la dame rose

    Buchempfehlung: Oscar et la dame rose

    Ich hab kürzlich das Buch „Oscar et la dame rose“ von Éric-Emmanuel Schmitt beendet. Ein Buch über das Leben, den Tod, Glauben und Gott. Ein Buch über einen 10-jährigen Jungen, der wegen nicht heilbarer Leukämie im Krankenhaus ist und Briefe an Gott schreibt.
    Oma Rosa ist eine der „Damen in Rosa“, die ehrenamtlich kranke Kinder betreuen. Sie besucht Oscar regelmäßig im Krankenhaus und erzählt ihm fantasievolle Geschichten aus ihrer angeblichen Vergangenheit als Catcherin. Durch ihren Humor, ihre Weisheit und ihre einfühlsame Art hilft sie Oscar, seine verbleibende Zeit mit Freude und Mut zu erleben. Sie gibt ihm den Rat, so zu tun, als wäre jeder seiner Tage zehn Jahre seines Leben, so dass er in seiner Vorstellung ein ganzes Leben erlebt.
    Durch Briefe an Gott verarbeitet Oscar seine Ängste, Hoffnungen und Gedanken über das Leben und den Tod.

    Das Buch besticht durch seine einfühlsame und tiefgründige Erzählweise. Besonders beeindruckend ist, wie es ernste Themen wie Krankheit und Tod mit Leichtigkeit, Humor und Lebensweisheit verbindet. Die kindliche Perspektive macht die Geschichte besonders berührend. Es ist eine Geschichte über das Leben, die Liebe und die Kraft der Vorstellung. Ich kann das Buch nur empfehlen!

    „Nous oublions que la vie est fragile, friable, éphémère. Nous faisons tous semblant d’être immortels.“

    „Wir vergessen, dass das Leben empfindlich, zerbrechlich, vergänglich ist. Wir machen uns vor unsterblich zu sein“

    „Il faut distinguer deux peines, la souffrance physique et la souffrance morale. La souffrance physique, on la subit. La souffrance morale, on la choisit.“

    „Man muss zwischen zwei Leiden unterscheiden, dem physischen und dem seelischen. Das physische Leiden muss man hinnehmen und erdulden. Das seelische Leiden wählt man.“

    „En fait, je n’ai pas peur de l’inconnu. C’est juste que ça m’ennuie de perdre ce que je connais.“

    „Tatsächlich habe ich keine Angst vor dem Unbekannten. Ich will nur nicht die Dinge verlieren die ich kenne“

    „J’ai compris que tu es là. Que tu me disais ton secret: regarde chaque jour le monde comme si c’ètait la première fois.
    Alors j’ai suivi ton conseil et je me suis appliqué. La première fois. Je contemplais la lumière, les couleurs, les arbres, les oiseaux, les animaux. Je sentais l’air passer dans mes narines et me faire respirer. J’entendais les voix qui montaient dans le couloir comme dans la voûte d’une cathédrale. Je me trouvais vivant. Je frissonnais de pure joie. Le bonheure d’exister. J’étais émerveillé.“

    „Ich habe verstanden, dass du da bist. Dass du mir dein Geheimnis verraten hast: Sieh dir die Welt jeden Tag an, als wäre es das erste Mal.
    Also habe ich deinen Rat befolgt und mich darauf eingelassen. Zum ersten Mal. Ich betrachtete das Licht, die Farben, die Bäume, die Vögel, die Tiere. Ich spürte die Luft durch meine Nasenflügel strömen und mich atmen lassen. Ich hörte die Stimmen, die den Flur hinaufstiegen wie in das Gewölbe einer Kathedrale. Ich fühlte mich lebendig. Ich erschauderte vor purer Freude. Das Glück, zu existieren. Ich war voller Staunen.“

  • Buchempfehlung: Seelen

    Leider komme ich ja viel zu selten zum Lesen, aber wenn ich dann mal ein Buch in die Finger bekomme, das mich fesselt, dann kann ich es nicht mehr aus der Hand legen bevor ich es durch habe. Das ist mir zuletzt mit den Tributen von Panem passiert und jetzt bei diesem Buch: „Seelen“ von Stephenie Meyer. Das Buch ist spannend vom ersten bis zum letzten Satz.
    Es ist ein Science Fiction Roman. Und eine Liebesgeschichte. Aber vor allem geht es ums (über)Leben und darum was es bedeutet ein Mensch zu sein.

    „Du kannst nicht wissen, wieviel Zeit uns noch bleibt. Du weißt nicht ob wir sie am Besten in Monaten, Tagen oder Stunden zählen sollten.“

    „Vielleicht gab es auf diesem Planeten keine Freude, ohne dass einem zum Ausgleich anhand irgendeiner unbekannten Skala die entsprechende Menge an Schmerz zugewiesen wurde.“

  • Sommersonne

    Sommersonne

    Bin letztens Mal wieder mit meinem Brüderchen losgezogen um Fotos zu machen. Ich wollte die letzte Sommersonne nochmal einfangen bevor es dann endgültig vorbei ist mit dem Sommer. Wir sind erst am frühen Abend losgezogen, damit die Sonne schon so schön tief steht und haben dann ein bißchen mit dem Gegenlicht gespielt. Und ich muss sagen ich bin total begeistert wie schön die Stimmung auf den Fotos ist 😀

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  • Ist es ein Zentangle?

    Ist es ein Zentangle?

    Kürzlich bin ich mal wieder beim surfen über was neues gestolpert, es nennt sich Zentangle, lässt sich wohl am Besten als die nächste Stufe des Kritzelns bezeichnen 😀 und erlaubt es einem im kleinen Rahmen kreativ zu sein ohne gleich ein größeres Projekt starten zu müssen…
    Feine Sache, die ausprobiert werden will.. und praktischerweise gibt es gerade hier eine kleine Challenge mit der Aufgabe ein Zentangle zu zeichnen ohne gängige Zentangle Muster zu verwenden. Genial für den Einstieg, wenn man eh kaum welche kennt 😀

  • Fotomontage

    Fotomontage

    Letzten Herbst hat mein Brüderchen seine Australienreise für einige Wochen unterbrochen und war mal wieder hier im Lande (im wahrsten Sinne das Wortes) bei dieser Gelegenheit sind wir an einem Tag losgezogen um Material zu sammeln, damit wir ein wenig mit Photoshop spielen konnten. Und das ist dabei rausgekommen:

    und dann noch mal mit etwas mehr Bewegung. Aber das erste war einfach nicht zu schlagen 🙂

  • Radtour um Bönen

    Radtour um Bönen

    Der geniale Sonnentag gestern, am letzten Apriltag, wollte natürlich genutzt werden. Also haben wir ne Rennradtour gemacht. Die Strecke bei GPSies zusammengeklickt, aufs Navi geschoben und los. Schön in Richtung Osten aus der Stadt raus, da kann es wirklich großartig sein zum Rennrad fahren. Allerdings müssen wir an speziell unserer Route wohl noch ein wenig feilen, die erste Hälfte verlief doch sehr viel direkt an großen Hauptstrassen.

    Wohl genau das hat uns dann auch schon vor der Hälfte der Strecke eine unerwünschte Pause eingebracht und leider auch einen Mitfahrer gekostet.

    Patricks Schlauch war geplatzt und wie sich nach dem Wechsel des Schlauchs rausgestellt hatte, war leider auch im Mantel ein Loch… naja einen Flickversuch und eine dreiviertelstunde Warten später konnten wir die Tour dann zu zweit fortsetzen und Patrick bekam, Markus sei Dank, einen Shuttle-Service nach Hause. Was aber wirklich schade war, weil die Tour noch richtig schön war. Und am Ende gabs auch noch einen Eiskaffee für den Zielspurt.

    Die gesamten 55km kann man hier sehen.