Mit Leder gestalten – ein kleines Experiment

Ich hatte ja bereits erzählt, das ich auf der Suche bin nach Möglichkeiten Leder zu verzieren um damit schöne Bucheinbände zu gestalten. Leider war diese Suche bisher so gar nicht von Erfolg gekrönt. Deshalb habe ich jetzt kurzerhand beschlossen einfach mal ein wenig zu experimentieren.

Für meinen ersten Versuch in Richtung Ledermosaik habe ich ein Stück Leder (0.5mm dick) mit Packpapier hinterklebt (mit Dispersionsleim). Auf das Packpapier habe ich dann mein Muster gezeichnet und dann die einzelnen Teile ausgeschnitten. Einige Teile habe ich mit roter Tinte eingefärbt.
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Dann habe ich versucht das Puzzle wieder zusammen zu setzen und auf Pappe zu kleben. Diesmal mit einer 50/50 Mischung von Dispersionsleim und Kleister, weil mir der Leim alleine hier doch etwas zu zäh war. So frisch verleimt habe ich es dann erst einmal ein paar Stunden gepresst.
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Und weil ich neugierig war habe ich auch nochmal getestet, wie die ganze Sache auf nen Lötkolben reagiert.
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Mein Résumé:
Die Tinte hat das Leder sehr gut aufgenommen, bleibt definitiv eine Option.

Wie man auf den Bildern sehen kann, bin ich bei wieder zusammensetzen der Teile ein wenig durcheinander geraten, deshalb passen einige Teile nicht so gut aneinander. Wenn ich es vorher nicht mit Packpapier hinterklebt hätte wäre das Leder an diesen Stellen vielleicht noch ein wenig flexibler gewesen und man hätte das wieder ausbügeln können. Ansonsten definitiv ein einfacheres Muster verwenden!

Beim Zusammenkleben ist mir trotz aller Sorgfalt an einigen Stellen Leim auf das Leder geraten, was man an den dunklen Flecken erkennen kann. Noch ein pro für ein einfacheres Muster.

Muster einbrennen habe ich aus meinen Optionen gestrichen, auch um die Schnittkanten zu versiegeln ist es nicht geeignet, da die Nähte sich dabei nur weiter öffnen (lässt sich auf dem Foto leider nicht so gut erkennen).

An den Stellen wo nicht versehentlich irgendwo Kleber drangekommen ist und die Teile exakt aneinander passten, da sind die Schnittstellen so perfekt, dass man die Kanten nichtmals erfühlen kann und wenn man nicht gerade mit den Fingernägeln über die Schnittkanten fährt macht es auch einen relativ stabilen Eindruck.

Also insgesamt ist das etwas was durchaus schöne Ergebnisse liefern könnte. Ich denke da werden definitiv weitere Experimente folgen.