Einen Gästebaum selber zeichnen

Wenn man im Netz mal ein wenig zum Thema stöbert stolpert man früher oder später über Gästebilder oder Gästebäume. Man kann sie quasi in jeder Form und für jeden Preis kaufen. Man kann so einen Baum aber auch recht einfach selber zeichnen. Deshalb hier eine Anleitung wie man so einen Baum relativ einfach selbst zeichnen kann. Also dann, frohes Gelingen 🙂

Um loslegen zu können brauchen wir:

  • Tonkarton
  • Faber Castell Pitt Artist Pen (b) (Dark Sepia 175)
  • Faber Castell Aquarellstifte (Walnußbraun 177, Siena gebrannt 283)
  • einen Bleistift ( HB ~ 2B )
  • Schmierpapier
  • und einen Radiergummi.

Für den Tonkarton wähle ich den Cremefarbenen, einfach weiß wirkt mir zu kalt.
Der Pitt mit der Pinselspitze mag vielleicht abschreckend wirken, weil es damit nicht so leicht ist eine perfekt gleichmäßige Linie zu ziehen – aber für einen natürlich wirkenden Baum ist das auch eigentlich gar nicht das was wir erreichen wollen.
Die Aquarellstifte sind optional, es lässt nur die Option offen die Farben nachher noch zu vermalen, was den Farben noch etwas mehr Leuchtkraft gibt. Muss aber nicht sieht auch so schon sehr schön aus. Faber Castell, weil diese in vielen Läden lose zu bekommen sind, andere tun es bestimmt auch.

Für einen ersten Test, ob das so auch gut werden kann mache ich immer erst eine Zeichenprobe auf einem kleineren Papier, wenn das gut gelungen ist fällt es auch einfacher den Stift auf dem eigentlichen Papier anzusetzen 🙂
Ein einzelner Ast verschafft einen guten Eindruck und lässt sich gut frei von Hand zeichnen. Die Kontur des Astes kommt zuerst. Sie darf ruhig unregelmäßig sein und die Äste können ruhig ihre Ecken haben und etwas sperrig wirken, der Baum wächst ja auch wie es ihm passt 🙂 Wenn ein Zweig dabei etwas seltsam gelingt ist das egal, das wird im Gesamteindruck nicht mehr auffallen.
Dann kommt die Struktur der Rinde, dafür ziehen wir Linien entlang der Wuchsrichtung. Hier und da ein Astloch oder eine Kurve lässt es natürlicher wirken.
BaumTutorial_UmrissUndStruktur
Jetzt geht es ans Ausmalen, dafür wählen wir einen der beiden Buntstifte und malen den Ast zunächst komplett nur leicht aus. In einem zweiten Durchgang tragen wir die Farbe zur Schattenseite hin stärker auf. Mit dem zweiten Buntstift können wir jetzt noch etwas Struktur in das ganze bringen in dem wir einzelne Linien in Wuchsrichtung ziehen.
BaumTutorial_Ausmalen
Je nach Geschmack kann man jetzt die Aquarellfarben noch mit Wasser vermalen, dadurch werden die Farben nochmal intensiver. Der Pitt Stift ist nicht wasservermalbar deshalb kann von der Rindenstruktur auch nichts verwischen.
Um zu testen ob das Konzept so funktioniert und gut aussieht, das ganze nochmal mit Fingerabdruck-blättern. Joa, so machts was her 🙂
BaumTutorial_07_ProofOfConcept
Jetzt kommt der einzig schwierige Teil – einen Baum zeichnen. Mit Bleistift auf dem Schmierpapier. Der Baum muss nicht perfekt sein, aber wie die Äste aussehen sollte definiert sein, so dass man die Form vom Baum erkennen kann, ober schief wirkt oder gerade und ob die Äste schön verteilt sind. Bei mir war hier sehr viel Radiergummi involviert 😉
Mit etwas Tesa kann der Entwurf dann auf der Rückseite des Tonkartons fixiert werden, so dass man im Fenster gegen das Licht die Konturen nachzeichnen kann. Wenn das geschafft ist, dann geht es weiter wie bei der Zeichenprobe Eingangs.
BaumTutorial_BaumEntwurf
Zunächst wieder mit dem Pitt die Struktur dazu zeichnen. Und dann mit den Buntstiften ran.
BaumTutorial_fertig
Ich höre jetzt an dieser Stelle auf, aber wer die Farben lieber etwas kräftiger mag kann hier die Farben wieder mit Wasser vermalen. Man kann auch noch weitere Gimmicks hinzufügen wie zum Beispiel Windlichter die an den Ästen hängen, so wie ichs hier gemacht hab.
So jetzt hab ich nen Baum über..

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